30 Sekunden, ein Konter: Asadulloev lässt Dushanbe jubeln

In Dushanbe lag eine besondere Spannung in der Luft: Muhiddin Asadulloev, die aktuelle Nummer zwei der Welt, stand vor heimischer Kulisse unter riesigem Erwartungsdruck. Sein Weg in den Finalblock war alles andere als bequem, doch man merkte, dass er genau für diesen Moment bereit sein wollte.

Gegen ihn stand Karen Galstian (RUS), der am Vormittag mit energischem, dynamischem Judo überzeugt hatte. Er wirkte so, als hätte er auch im Finale noch einmal eine Schippe drauflegen können. Aber Asadulloev ließ kaum Zeit, überhaupt in einen Rhythmus zu finden.

Ein uchi-mata wurde zum Auslöser für den schnellen Ippon.

Nach nur 30 Sekunden änderte Asadulloev den Griff, las die Situation und wartete auf den Angriff. Galstian ging mit einem entschlossenen uchi-mata hinein, doch der Konter saß perfekt: Ippon. Die Halle explodierte, und auch außerhalb der Arena soll die Begeisterung sichtbar gewesen sein, als die Menschen an großen Bildschirmen gemeinsam mitfieberten.

Asadulloev erklärte danach, er sei nach den Asian Judo Championships erschöpft gewesen, habe aber durch die Energie der Fans zusätzliche Kraft bekommen. Er sprach davon, alle Schwierigkeiten überwunden und seinem Land die Goldmedaille geliefert zu haben.

In den Bronzekämpfen gab es aus europäischer Sicht zwei wichtige Ergebnisse. Danil Lavrentev (RUS) rang Ankhzaya Lavjargal (MGL) in einem engen Duell nieder und erzielte im Golden Score mit ko-uchi-gari ein yuko, das ihm eine weitere Grand-Slam-Medaille einbrachte. Rashid Mammadaliyev (AZE) setzte sich gegen den Lokalstarter Ahmadzod Masudi (TJK) durch, traf früh mit einem schnellen, tiefen o-uchi-gari zum yuko und brachte den Vorsprung ins Ziel. Für den Aserbaidschaner war es bereits die fünfte Grand-Slam-Medaille – und ein weiterer Schritt, um im neuen Olympia-Zyklus Richtung Spitze zu klettern.

Quelle: JudoInside

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