52 seconds to control: Szofi Özbas keeps her grip on Europe’s -70 kg crown

Özbas setzt in 52 Sekunden ein Ausrufezeichen: Europas -70 kg bleibt ihr Revier

Szofi Özbas hat in der Klasse -70 kg erneut gezeigt, warum sie derzeit zu den stabilsten Athletinnen Europas gehört. Die Ungarin verteidigte ihren Europameistertitel und ließ im Finale gegen Frankreichs Melkia Auchecorne kaum Zweifel aufkommen. Zwei aufstrebende Namen standen sich gegenüber, doch Özbas brachte ihre Routine auf den Punkt und blieb über die gesamte Begegnung hinweg klar in Kontrolle.

Ein Finale, das nach 52 Sekunden praktisch entschieden war.

Schon früh setzte Özbas den entscheidenden Akzent: Nach nur 52 Sekunden fiel die wertende Aktion, die den Kampf in ihre Richtung kippen ließ. Danach diktierte sie das Tempo, nahm Auchecorne die Räume und verhinderte, dass die 21-Jährige ihren Rhythmus finden konnte. Auchecorne hatte zuvor mit starken Auftritten überzeugt, darunter ein bemerkenswerter Halbfinalsieg gegen Madina Taimazova, doch im Endkampf fand sie keinen Weg zurück.

Auf dem Weg ins Finale musste Özbas ebenfalls Qualität aus dem Feld räumen. Im Halbfinale bezwang sie die Schweizerin April Lynn Fohouo, die amtierende Junioren-Weltmeisterin, und bestätigte damit, dass ihr Titel nicht nur ein guter Tag, sondern ein dauerhaftes Level ist.

Auch neben dem Gold gab es europäische Ausrufezeichen: Fohouo holte Bronze und gewann dabei gegen die Weltranglistenerste Lara Cvjetko. Taimazova sicherte sich die zweite Bronzemedaille, indem sie nach der Halbfinalniederlage stark zurückkam.

Özbas, trainiert von Barna Bor, feierte damit ihren zweiten EM-Titel und knüpfte an ihre konstante Serie an, die zuletzt auch Grand Slam-Siege in Baku, Tbilisi, Abu Dhabi und Paris umfasste. Die -70 kg bleibt in Bewegung – und gerade deshalb fühlt sich dieser Titel so schwer an.

Quelle: JudoInside

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