A Champion Steps Aside as Omar Steals the Moment in Astana - Image: IJF / International Judo Federation

Ein Champion tritt zur Seite, als Omar in Astana den Moment an sich reißt

Am letzten Tag des Qazaqstan Barysy Grand Slam 2026 wurde der Wettkampfplan für etwas Leichteres, Wärmeres und unerwartet Denkwürdiges unterbrochen. Zwischen den Vorkämpfen und dem Finalblock richtete die Kasachische Judo-Föderation mit einer besonderen Präsentation in der Arena das Rampenlicht auf Olympiasieger Yeldos Smetov. Schnell wurde daraus ebenso sehr eine Familienszene wie ein sportlicher Moment.

Der Moment begann mit einer Live-Darbietung von Men Qazaqstan Balasy durch Erkebulan Bauyrzhan. Anschließend zeichnete ein Video Smetovs Weg im Judo nach und erinnerte das Publikum an die Reise, die ihn sowohl zum Olympiasieger als auch zum Weltmeister machte. Doch die größte Überraschung sollte noch kommen, als bekannt gegeben wurde, dass er an einem Schaukampf gegen seinen 6-jährigen Sohn Omar Baktybay teilnehmen würde.

Als Vater und Sohn die Arena betraten, stieg die Stimmung sofort. Das Publikum reagierte mit lautem Applaus, und als der Kampfrichter Hajime rief, begann der spielerische Kampf.

Omar erwischte den schnelleren Start, erzielte zuerst ein Yuko und legte dann noch ein weiteres nach. Smetov, der den goldenen Backpatch trug, der seinen Status kennzeichnete, antwortete mit einem eigenen Yuko und verkürzte den Abstand. Dann kam der Moment, der die Arena endgültig für sich gewann: Omar warf seinen Vater mit Ippon.

Der lauteste Jubel des Tages könnte einem 6-Jährigen gegolten haben.

Beide lächelten, und die Zuschauer liebten offensichtlich jede Sekunde. Das Ergebnis war schlicht und unvergesslich: Omar besiegt Yeldos.

Die Feier ging weiter, als Askhat Zhitkeyev, Kasachstans erster olympischer Medaillengewinner im Judo, auf das zentrale Tatami kam, um Omar einen Gedenk-Judogi zu überreichen. Das verlieh der Szene eine weitere Ebene und verband eine Generation kasachischer Judo-Erfolge mit der nächsten.

Anschließend wandte sich Smetov an das Publikum und stellte eine Verbindung zwischen der Vorführung und seiner eigenen Karriere her. Er sagte, der Qazaqstan Barysy Grand Slam habe auf seinem Weg zu Olympiagold in Paris eine Schlüsselrolle gespielt. Er erinnerte daran, dass er 2024 in derselben Arena Bronze gewonnen habe, ein Ergebnis, das ihm geholfen habe, in die olympische Rangliste zu kommen und sich schließlich für die Spiele zu qualifizieren.

Dann richtete sich seine Botschaft weg von ihm selbst und hin zu den jungen Judoka, die auf den Rängen zusahen. Er sagte den Fans, Kindern und angehenden Athleten in Kasachstan, dass auch sie bei großen Veranstaltungen antreten könnten und dass eines Tages jemand in der Arena Olympiasieger werden könnte.

Smetov machte aus der Feier seiner Karriere eine Botschaft an die nächste Generation.

Er sprach auch über die Unterstützung durch die Familie und sagte, sie sei auf seinem eigenen Weg zum olympischen Erfolg entscheidend gewesen. Jetzt, so sagte er, sei er in der Lage, seinen Sohn zu unterstützen, während Omar seine ersten Schritte im Judo mache. Das war eine warme, persönliche Note, die zum Ton der gesamten Präsentation passte.

Nach der Ansprache warf Smetov signierte T-Shirts ins Publikum, bevor er die Arena unter stehenden Ovationen verließ. Für die Fans in der Sporthalle war es mehr als nur eine Unterbrechung des Zeitplans. Es war eine Gelegenheit, einen Nationalhelden in einer anderen Rolle zu erleben: nicht nur als Champion, sondern als Vater, Vorbild und Erinnerung daran, dass die Zukunft des Judo oft mit einem kleinen Moment auf dem Tatami beginnt.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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