Mit 22 an die Spitze: Xinran Hui setzt ein Zeichen im -48-kg-Bereich
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Chinas Frauenjudo hat im Leichtgewicht eine neue Leitfigur: Xinran Hui steht seit dem 7. April 2026 an der Spitze der IJF World Ranking in der Klasse U48kg. Mit 22 Jahren ist das ein starkes Signal – und historisch obendrein. Sie ist die erste chinesische Judoka an der Ranking-Spitze seit 2016 und die erste chinesische Leichtgewichtlerin, die diese Position erreicht.
Der internationale Durchbruch kam früh. 2024 holte Hui in Dushanbe den Junioren-WM-Titel und beendete damit eine lange Durststrecke für China: Es war der erste Junioren-Weltmeistertitel seit Qian Qin 2006. Schon damals deutete sich an, dass hier nicht nur ein Talent, sondern ein neuer Standard heranwächst.
Im Seniorenbereich ging es danach schnell. Hui gewann 2025 Gold beim Grand Slam in Astana, dazu kamen Silber in Abu Dhabi und Bronze beim Grand Slam in Tashkent. 2026 setzte sie ihren Lauf fort: erst Bronze beim Paris Grand Slam, danach der nächste große Erfolg mit einem weiteren Grand-Slam-Sieg in Tashkent.
Paris wurde zum Prüfstein, Tashkent zur Antwort.
In ihrer Entwicklung sammelte sie auch abseits der großen Bühnen Ergebnisse, etwa Silber beim Oceania Open in Perth 2023. Auffällig ist außerdem ihre Konstanz gegen direkte Rivalinnen: Gegen Laziza Haydarova und Sabina Giliazova steht sie jeweils 3-0, gegen Narantsetseg Ganbaatar führt sie 2-1.
Ein wichtiger Moment dieser Saison war allerdings eine Niederlage: In Paris verlor Hui im Viertelfinale gegen die frühere Weltranglistenerste Shirine Boukli – ein europäischer Gradmesser, der zeigte, wie klein die Abstände ganz oben sind. China hat zwar eine starke Olympia-Tradition im Frauenjudo, doch im leichtesten Bereich blieb der ganz große olympische Erfolg selten. Hui gilt nun als realistische Hoffnung, das langfristig zu ändern – mit Blick Richtung Los Angeles 2028.
Quelle: JudoInside