Akhalkatsis Comeback bringt Georgien beim Gori Senior European Cup nach vorn
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Der Schlusstag in Gori brachte einen starken Heimerfolg: Georgien übernahm beim Senior European Cup 2026 die Kontrolle und beendete das Turnier an der Spitze des Medaillenspiegels. Die Goldmedaillen am Sonntag wurden in sieben Gewichtsklassen vergeben, und die Gastgeber setzten vor allem in den Frauen -52 kg sowie in den Männerklassen -90 kg und +100 kg ein deutliches Zeichen.
Der emotionalste Moment kam in der Männerklasse -90 kg, in der Vladimer Akhalkatsi vor heimischem Publikum auf die oberste Stufe des Podests zurückkehrte. Der Junioren-Weltmeister von 2019 gewann seinen ersten Titel seit dem Wechsel aus der Klasse -81 kg, ein bedeutender Schritt nach einer langen Wettkampfpause infolge schwerer Verletzungen.
Für Akhalkatsi war dies mehr als nur eine weitere Medaille. Sein vorheriges Gold hatte er bei den Rome European Open 2024 gewonnen, und dieser Sieg markierte einen gelungenen Neustart in einer neuen und stark besetzten Kategorie. Nach dem Wettkampf sagte er, die verletzungsbedingte Pause sei lang und schwierig gewesen, doch eine Operation und harte Arbeit hätten ihn auf die Matte zurückgebracht.
In Gori endete eine Comeback-Geschichte genau dort, wo Georgien sie sehen wollte: ganz oben auf dem Podest.
Er machte zudem deutlich, dass der Wechsel in die Klasse -90 kg erst der Anfang ist. Akhalkatsi bezeichnete die Kategorie als hart, räumte ein, dass er im Laufe des Tages schwierige Kämpfe hatte, und sagte, dass er für das Finale gegen Alii Datkhuzhev besonders motiviert gewesen sei. Am Ende, so sagte er, sei er glücklich gewesen, überzeugend zu gewinnen und den heimischen Fans die georgische Hymne zu bescheren.
Georgiens Stärke zeigte sich ebenso deutlich in der Schwergewichtsklasse. Bei den Männern +100 kg räumte das Heimteam das Podest komplett ab und gewann alle vier verfügbaren Medaillen, was die Tiefe des georgischen Aufgebots in einer seiner traditionellen starken Divisionen unterstrich. Unter den Athleten auf dem Podest war auch der Bronzemedaillengewinner Giga Tatiashvili, der nach sieben Jahren Pause in den internationalen Wettkampf zurückkehrte.
Dieses Ergebnis hatte sein eigenes Gewicht. Tatiashvili war 2019 Kadetten-Weltmeister und gewann zudem Kadetten-EM-Silber, sodass seine Rückkehr dem Erfolg des Gastgeberlandes am Schlusstag eine weitere emotionale Ebene verlieh.
Im Verlauf des Turniers gingen Goldmedaillen an Athletinnen und Athleten aus Georgien, Aserbaidschan, der Schweiz sowie an die IJF-Vertretung. Mit dem Ende des Turniers hatten sechs Länder sowie die IJF-Vertretung mindestens einmal die oberste Stufe des Podests erreicht.
Georgien belegte im Medaillenspiegel Platz eins mit 4 Gold-, 6 Silber- und 8 Bronzemedaillen. Die Schweiz folgte mit 3 Goldmedaillen auf Rang zwei, während Aserbaidschan mit 2 Gold-, 1 Silber- und 6 Bronzemedaillen auf Platz drei landete.
Georgien gewann nicht nur zu Hause; es gab dem gesamten Wochenende den Takt vor.
Die Ausgabe von Gori ist nun abgeschlossen, und der Blick richtet sich auf die nächste Station der Serie. Der kommende Senior European Cup ist für den 30. und 31. Mai 2026 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, angesetzt.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union