Kasachstans Arman Abeuov übernimmt eine Schlüsselrolle bei der IJF über die Tatami hinaus
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Arman Abeuov ist zum Leiter der IJF-Militärkommission ernannt worden, einer Funktion innerhalb der Militär- und Polizeikommission der IJF, die Judo mit Militär- und Polizeistrukturen auf der ganzen Welt verbindet. Mit dieser Ernennung rückt ein langjähriger Judoka und Sportfunktionär aus Kasachstan an eine einflussreiche Stelle an einem wichtigen Schnittpunkt von Sport, Bildung und öffentlichem Dienst.
Nach Angaben der International Judo Federation hilft die Kommission dabei, Judo in diesen Institutionen weltweit zu begleiten und zu fördern. Ihre Arbeit geht über den Wettkampf hinaus und konzentriert sich auf die erzieherischen, disziplinären und sozialen Werte, die Judo in Organisationen mit Bezug zum öffentlichen Dienst und zur nationalen Verteidigung einbringen kann.
Für Abeuov spiegelt die Ernennung sowohl seinen administrativen Hintergrund als auch seine tiefe persönliche Geschichte im Judo wider. Der 43-Jährige lebt in Astana und ist seit Mai 2023 Vorsitzender des Sportkomitees des Zentralen Sportklubs des Verteidigungsministeriums der Republik Kasachstan.
In dieser Position verantwortet er die Entwicklung der körperlichen Ausbildung und des Sports innerhalb der Streitkräfte Kasachstans. Zu seinen Aufgaben gehören die Vorbereitung von Athleten auf nationale und internationale Veranstaltungen, darunter Wettbewerbe des International Military Sports Council, ebenso wie die Unterstützung militärischer Anwendungssportarten und die Förderung des Militärdienstes unter jungen Menschen durch Sport.
Dies ist ein Führungsschritt, bei dem Judo weit über den Wettkampf hinausreicht.
IJF-Präsident Marius Vizer begrüßte die Entscheidung und verwies auf Abeuovs Erfahrung, Führungsstärke und lebenslange Hingabe zum Judo als wesentliche Stärken für die weitere Arbeit der Militär- und Polizeikommission. Diese Unterstützung unterstreicht, wie zentral diese Rolle für die breitere Mission des Verbands ist.
Auch Abeuovs sportliches Profil sticht hervor. Er trägt den Titel Meister des Sports internationaler Klasse im Judo, ist Asienmeister im Judo und zehnfacher Meister Kasachstans. Außerdem gewann er die Judo-Weltmeisterschaften der Veteranen 2022 in Abu Dhabi und 2024 in Las Vegas.
Diese Erfolge verleihen seiner Ernennung zusätzliches Gewicht. Hier übernimmt nicht nur ein Verwaltungsfunktionär ein neues Amt, sondern jemand, der den Sport auf hohem Niveau gelebt hat und auf der Tatami weiterhin erfolgreich war.
Sein akademischer Weg ergänzt dieses Profil um eine weitere Ebene. Abeuov studierte Rechtswissenschaften und Finanzen an der Staatlichen Universität Karaganda und absolvierte später einen Masterabschluss an der Nationalen Verteidigungsuniversität des Verteidigungsministeriums der Republik Kasachstan in den Bereichen Landstreitkräfte, körperliche Ausbildung und Sport im Militär.
Die IJF brachte diese Ernennung zudem mit den breiteren Investitionen Kasachstans in Judo als Instrument für Bildung, Struktur und gesellschaftliche Entwicklung in Verbindung. In diesem Sinn geht es bei Abeuovs neuer Rolle um mehr als nur um einen Karriereschritt. Sie spiegelt auch die weiter gefasste Überzeugung wider, dass Judo Disziplin, Respekt, Mut und Solidarität in Umfeldern prägen kann, die weit von Medaillen und Podien entfernt sind.
Abeuov bringt sowohl Medaillen als auch Führungserfahrung in das IJF-Amt ein.
Da Abeuov nun die IJF-Militärkommission leitet, verstärkt der Verband erkennbar seinen Kurs, engere Verbindungen zwischen Judo, Bildung und Dienstinstitutionen weltweit aufzubauen. Es ist ein Schritt, der in Erfahrung wurzelt, aber auch in einer Vorstellung von Judo, die weit über den Sport selbst hinaus Bedeutung hat.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation