Babaicenko bestimmt die -90-kg-Geschichte in Gran Canaria
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Tajus Babaicenko war in der Klasse bis 90 kg in Gran Canaria der klare Bezugspunkt, und der Litauer wurde diesem Status auf der Judo-Bühne gerecht. Er ging mit einer bereits starken Bilanz in die Meisterschaft und war schon vor vollständigem Abschluss der Auslosung der Athlet, auf den viele schauten.
Seine jüngsten Resultate erklärten warum. Babaicenko hatte bereits Bronze auf Kadetten-Europameisterschafts- und Kadetten-Weltmeisterschafts-Niveau gewonnen, dazu den EYOF-2025-Titel geholt und 2026 Gold beim Junior European Cup gewonnen. Diese Kombination aus Konstanz und Erfolg bei großen Veranstaltungen machte ihn zum Favoriten, doch auch Favoriten müssen mit dem Druck umgehen, sobald der Wettkampf beginnt.
Das tat er auf überzeugende Weise. In drei Kämpfen auf dem Weg ins Finale verbrachte Babaicenko insgesamt weniger als acht Minuten auf dem Tatami. Es war ein effizienter, souveräner Lauf, und genauso wichtig: Er wirkte von Anfang bis Ende kontrolliert. Es gab keine Spur von Panik oder unnötigem Risiko, sondern nur jene saubere, klinische Arbeit, die Gegner gar nicht erst in Schwung kommen lässt.
Babaicenko wirkte vom ersten Schritt auf den Tatami an jederzeit in Kontrolle.
Für das litauische Judo war es ein weiterer Hinweis darauf, wie schnell Babaicenko seinen Stellenwert in dieser Altersklasse ausbaut. Ein Ruf kann bei einer Meisterschaft schwer zu tragen sein, besonders wenn alle Dominanz und nicht einfach nur ein Resultat erwarten. In Gran Canaria schien ihn diese Erwartung nicht zu belasten. Sie schien ihn eher zu schärfen.
Im Finale wartete Omar Akhundov aus Aserbaidschan, ein weiterer Athlet, der mit drei Siegen den Goldkampf erreicht hatte. Sein Weg ins Finale zeigte Entschlossenheit, auch wenn sein bisheriger Leistungsausweis bescheidener war, mit zwei Medaillen bei Cadet European Cups zu Beginn dieser Saison.
Das sorgte für einen interessanten Kontrast. Babaicenko brachte die größere Liste an Erfolgen und das stärkere Profil vor dem Event mit, während Akhundov mit Momentum und jenem Glauben an die eigene Stärke antrat, für den Judoka aus Aserbaidschan oft bekannt sind. Auf dem Papier sah es nach einer enormen Herausforderung für Akhundov aus, doch die bisherige Geschichte zwischen den beiden Athleten verlieh dem Finale zusätzliche Spannung.
Dies war ihr drittes Aufeinandertreffen. Das erste hatte nur 20 Sekunden gedauert, ein Zeichen dafür, wie schnell ein Kampf zwischen ihnen kippen konnte. Das zweite ging deutlich tiefer in die Begegnung hinein, fast über die volle Zeit, was darauf hindeutete, dass sich Akhundov mit jedem Duell angepasst und verbessert hatte.
Ihr dritter Vergleich trug mehr Spannung in sich, als die Zahlen allein zeigen konnten.
Dadurch wirkte das Finale größer als die einfache Geschichte Favorit gegen Herausforderer. Es war auch der nächste Schritt in einer Rivalität, die bereits zwei sehr unterschiedliche Formen gezeigt hatte. Für Babaicenko ging es darum, seinen Platz an der Spitze der Kategorie zu bestätigen. Für Akhundov war es die Chance zu testen, wie weit dieser Fortschritt gegen den größten Namen der Gewichtsklasse tragen konnte.
Gran Canaria hatte seine Schlagzeile in der Klasse bis 90 kg schon vor Beginn des Tages, und Babaicenko stellte sicher, dass das so blieb. Der Litauer erreichte nicht nur das Finale, er bekräftigte auch die Idee, dass in dieser Kategorie weiterhin alle anderen versuchen, ihn einzuholen.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union