A large group of formally dressed people stands behind conference tables with microphones, nameplates, water bottles and a flower arrangement.

Baku 2026: Auslosung nach IJF-Führungstreffen steht bevor

Das Exekutivkomitee der Internationalen Judo-Föderation hat sich vor der Auslosung zur Judo-Weltmeisterschaft 2026 in Baku getroffen. Unter Leitung von IJF-Präsident Marius Vizer kamen führende Vertreter des internationalen Judo zusammen, ehe die Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt rücken. Im Fokus standen die Entwicklungen, die den Sport auf und neben der Tatami prägen.

Bei der Sitzung wurden mehrere Personalentscheidungen bestätigt. Oscar Cassinerio, Klaus Glahn und Habib Sissoko wurden zu Ehrenmitgliedern der IJF ernannt, Felice Mariani zum IJF-Botschafter. Gabor Felegyi übernimmt das Amt des IJF-Exekutivdirektors, Ruben Houkes wird Marketingdirektor.

Das Komitee begrüßte zudem Juan Carlos Barcos als Head Referee Director und Timur Kemell als Direktor für Promotion und Entwicklung, nachdem beide vom IJF-Kongress gewählt worden waren. Barcos kehrt in einen Bereich zurück, in dem er bereits bedeutende internationale Verantwortung getragen hat. Kemell übernimmt nach Jahren der Mitarbeit in der Judo-Entwicklung eine neue Aufgabe.

Die Auslosung in Baku legt die Begegnungen des ersten Wettkampftages der Weltmeisterschaften fest.

Kampfrichterwesen, Ausbildung, Entwicklung und Wettkampfplanung standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Head Referee Director Armen Bagdasarov stellte statistische Auswertungen von Turnieren der World Judo Tour vor. 48 Weltkampfrichter und neun Supervisors sind regelmäßig auf dem internationalen Circuit im Einsatz. Die IJF verwies außerdem auf Prüfungen, Seminare und die wachsende Zusammenarbeit mit der IJF Academy, um die Einheitlichkeit im Kampfrichterwesen weiter zu verbessern.

Mohamed Meridja, Direktor für Ausbildung und Coaching, sprach über die Bedeutung der Verbeugung im Judo. Sie sei Ausdruck von Respekt und nicht lediglich eine Geste. Im Sportbereich berichtete Vladimir Barta über das anhaltende Wachstum der World Judo Tour, während die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles voranschreitet.

Neu in den Kalender aufgenommen wurden Grand-Prix-Turniere für Kadetten und Junioren, die jüngeren Judoka zusätzliche internationale Einsatzmöglichkeiten bieten. Das Komitee beriet außerdem über den nächsten außerordentlichen IJF-Kongress, der im kommenden Jahr vor den Weltmeisterschaften 2027 in Astana stattfinden soll.

Die aktuellen Meldezahlen verdeutlichen die Größe der bevorstehenden Veranstaltung in Baku. Nach den jüngsten IJF-Daten sind 633 Athletinnen und Athleten aus 96 Nationen für den Einzelwettbewerb gemeldet, 19 Teams für den Mixed-Team-Wettbewerb. Zudem gab es Informationen zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles und den Olympischen Jugendspielen 2026 in Dakar. Hedvig Karakas präsentierte den aktuellen Stand zu Dakar.

Nach der Sitzung besuchte eine von Vizer und dem Präsidenten des Aserbaidschanischen Judo-Verbandes, Rashad Nabiyev, angeführte IJF-Delegation die Ehrenallee von Baku und legte am Grab von Heydar Aliyev Blumen nieder.

Die Auslosung findet am Samstag, 3. Oktober, statt. Am Sonntag, 4. Oktober, beginnen die Wettkämpfe. Die Einzelentscheidungen laufen bis zum 10. Oktober, ehe am 11. Oktober der Mixed-Team-Wettbewerb folgt.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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