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Bis 81 kg in Baku: Offenes Rennen um den WM-Titel

Der Wettbewerb bis 81 kg bei den Weltmeisterschaften in Baku verspricht am vierten Wettkampftag einer der unberechenbarsten zu werden. François Gauthier-Drapeau geht als Nummer eins der Setzliste an den Start, doch der Kanadier weiß, dass dieser Status in einem so starken Feld noch keine Medaille garantiert.

Der Weltranglistenzweite bestreitet seine sechsten Weltmeisterschaften. Im September blieb Gauthier-Drapeau in Ungarn ohne Platzierung, seine Bilanz insgesamt zeugt jedoch von bemerkenswerter Konstanz: zwölf Medaillen auf der World Judo Tour. Eine erste WM-Medaille wäre für den Kanadier ein wichtiger nächster Schritt.

Schon früh könnte sein Weg anspruchsvoll werden. Im Viertelfinale könnte er auf Tato Grigalashvili treffen, den dreimaligen Weltmeister aus Georgien. Grigalashvili liegt aktuell auf Rang 32 der Weltrangliste, doch diese Platzierung mindert die Gefahr, die von einem Athleten mit seiner Erfolgsbilanz ausgeht, kaum.

Auch Europas Talente sind im Rennen. Serbiens Mihajlo Simin hat nach seinem Finaleinzug beim Grand Slam in Budapest weiter Auftrieb. Der noch junge Athlet in dieser Gewichtsklasse hat sich mit jedem Auftritt gesteigert und kann auf diesem Niveau weitere Akzente setzen.

In Pool C stehen zwei weitere große Namen. Aserbaidschans Zelim Tckaev, WM-Medaillengewinner von 2025, kämpft vor heimischem Publikum. Matthias Casse aus Belgien bringt dagegen die Erfahrung eines ehemaligen Weltmeisters und Olympiamedaillengewinners mit. Beide haben das Format, ernsthaft um einen Podestplatz zu kämpfen.

In dieser ausgeglichenen Gewichtsklasse können Ranglistenplatz und Renommee weniger zählen als ein einziger entscheidender Kampf.

Pool D könnte früh ein besonders reizvolles Duell bereithalten. Gewinnt Joonhwan Lee seinen Auftaktkampf, trifft der koreanische Judoka auf Yuhei Oino aus Japan. Lee ist Welt- und Olympiamedaillengewinner, Oino gewann in dieser Saison bereits den Grand Slam in Paris.

Beide standen sich zudem zu Beginn des Sommers im Finale des Grand Slam in Ulaanbaatar gegenüber. Sollte es in Baku zum erneuten Duell kommen, träfen sie unter anderem Druck erneut aufeinander. Die mögliche Begegnung bleibt eine der spannendsten Konstellationen der Auslosung.

Mit etablierten Champions, aufstrebenden Athleten und mehreren ausgewiesenen Medaillenkandidaten im Tableau ist der Ausgang im Limit bis 81 kg völlig offen. Gerade diese Ungewissheit macht diese Gewichtsklasse so reizvoll.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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