Murao in Baku vor Härtetest bis 90 kg
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Sanshiro Murao reist als Weltranglistenerster der Klasse bis 90 kg nach Baku. Seit seiner Finalniederlage bei den Olympischen Spielen Paris 2024 ist der Japaner ungeschlagen. Wenn die Weltmeisterschaften in die schwereren Gewichtsklassen gehen, ist er der klare Favorit.
Mit dieser Rolle wachsen jedoch auch Druck und Erwartungen. Murao hat seit dem olympischen Finale nicht mehr verloren, doch bei einer Weltmeisterschaft gibt es keinen einfachen Kampf. Jeder Anwärter kämpft um einen der nur vier Podiumsplätze.
Schon im Viertelfinale könnte es zum Duell mit Serbiens Nemanja Majdov kommen. Der Weltmeister von 2017 ist für sein hartes, kraftvolles Judo bekannt und erfahren genug, jeden Kampf schwierig zu machen.
Im möglichen Halbfinale könnte Rafael Macedo warten. Der Brasilianer müsste sich zuvor allerdings durch einen anspruchsvollen Teil des Tableaus kämpfen, in dem auch der französische Bronzemedaillengewinner von Paris 2024, Maxime-Gael Ngayap Hambou, sowie sein Landsmann Guilherme Schimidt stehen.
Auf dem Baku-Tatami steht Muraos Siegesserie vor ihrer bislang härtesten Prüfung.
Auch die untere Hälfte des Tableaus ist stark besetzt. Georgiens Luka Maisuradze, Weltmeister von 2023, ist dort der höchstplatzierte Athlet. Japans Goki Tajima ist ebenfalls zu beachten, während Aserbaidschans Murad Fatiyev auf die Unterstützung des Heimpublikums zählen kann.
Die Klasse bis 90 kg verspricht harte Kämpfe zwischen etablierten Weltmeistern, Olympiamedaillengewinnern und Athleten, die sich profilieren wollen. Murao ist der Mann, den alle schlagen wollen, doch bei Weltmeisterschaften müssen auch Favoriten jeden Schritt hart erkämpfen.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation