Benidorm seminar puts dialogue at the center of judo’s latest rule updates - Image: EJU / European Judo Union

Seminar in Benidorm rückt den Dialog bei den neuesten Regelanpassungen im Judo in den Mittelpunkt

Das Benidorm OTC läuft weiterhin auf Hochtouren, und parallel zum Training nutzte die Europäische Judo-Union den Moment, um ein weiteres EJU-Coaching- und Kampfrichterseminar auszurichten. Die Veranstaltung stand Trainern, Athleten und weiteren interessierten Teilnehmern offen und schuf einen Rahmen, in dem verschiedene Bereiche des Sports gemeinsam dieselben Fragen bearbeiten konnten.

Geleitet wurde das Seminar von EJU-Kampfrichterkommissar Nuno Carvalho und dem Head Sport Commissioner Erez Nevo. Ihr Schwerpunkt war klar: der Judo-Gemeinschaft dabei zu helfen, auf dem neuesten Stand zu bleiben, während sich Regeln, Auslegungen und die Anwendung der Bestimmungen im Laufe des Jahres weiterentwickeln.

Das ist wichtig, weil schon kleine Anpassungen verändern können, wie Athleten kämpfen, wie Trainer vorbereiten und wie Kampfrichter Schlüsselsituationen bewerten. In Benidorm ging es in der Diskussion um Yuko, Grifflösen, Zeitvergeudung, die Sicherheit von Nacken und Wirbelsäule, das aktuelle Verständnis von Passivität sowie den Umgang mit Krankheit und Verletzung.

Ein Raum, mehrere Perspektiven und dasselbe Ziel: klareres Judo.

Anstatt diese Seminare nur als formelle Einweisung zu verstehen, setzte der EJU-Ansatz in Benidorm auf Austausch. Nevo zufolge ist es wichtig, Trainer, Kampfrichter und Athleten zusammenzubringen, weil dadurch echte Diskussionen, gemeinsames Verständnis und ein fundierteres Wissen im gesamten Sport entstehen.

Er betonte außerdem, dass diese Treffen den Teilnehmern die Möglichkeit geben, Informationen zu erhalten, Fragen zu stellen und an einem offenen Dialog teilzunehmen. Athleten in diesen Prozess einzubeziehen, fügt eine weitere Ebene hinzu: So verstehen sie besser, wie Trainer und Kampfrichter Situationen sehen, und stärken damit das Verständnis im Judo insgesamt.

Auf dem Papier mag das technisch klingen, in der Praxis geht es jedoch darum, den Sport einheitlicher und sicherer zu machen. Themen wie die Sicherheit von Nacken und Wirbelsäule, Passivität sowie der Umgang mit Krankheit und Verletzung sind keine Nebensächlichkeiten. Sie wirken sich direkt darauf aus, wie Kämpfe verlaufen und wie alle Beteiligten in kritischen Momenten reagieren.

Auch der Rahmen selbst ist von Bedeutung. Dass dieses Seminar während des Benidorm OTC stattfand, bedeutete, dass das Gespräch nahe am Geschehen geführt wurde, während Athleten und Trainer bereits voll in die Vorbereitung auf hohem Niveau eingebunden waren. Dieses Timing hilft dabei, die Verbindung zwischen Theorie und täglicher Realität eng zu halten.

In diesen Seminaren hören Regeländerungen auf, abstrakt zu sein.

Für die europäische Judo-Gemeinschaft ist dieses kontinuierliche Bemühen um klare Kommunikation ein wichtiger Teil der Entwicklung des Sports. Es geht nicht nur darum, die Regeln zu kennen, sondern auch darum, Vertrauen darin aufzubauen, wie sie ausgelegt und angewendet werden.

Das nächste EJU-Kampfrichter- und Coaching-Seminar ist für das Poreč OTC vom 8. bis 13. Juni 2026 vorgesehen. Nach Benidorm ist die Botschaft einfach: abgestimmt zu bleiben ist ein fortlaufender Prozess, und offene Diskussionen bleiben eines der wertvollsten Werkzeuge, die das Judo hat.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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