Bonferronis nächster Schritt: Schweizer Hoffnungsträger mit Rückenwind
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Aurélien Bonferroni steht in dieser Woche an einem besonderen Punkt: Der Schweizer Judoka wird 24 und wirkt gleichzeitig reifer, gefährlicher und näher dran an den ganz großen Namen seiner Gewichtsklasse. Seine jüngsten Ergebnisse zeigen, dass er nicht nur mithält, sondern den Abstand zur Spitze Stück für Stück verkleinert.
Seine Geschichte ist dabei keine plötzliche Explosion, sondern ein stetiger Aufbau über Jahre. Schon im Cadet-Bereich setzte er 2019 ein Ausrufezeichen mit Gold bei den Cadet European Cup Events in Follonica und Koper. Spätestens da war klar, dass in der Schweiz ein Talent heranwächst, das international bestehen kann.
Im Juniorenbereich bestätigte er dieses Niveau konsequent. 2021 holte er Gold beim Junior European Cup in Sarajevo, 2022 folgte ein weiterer Sieg beim Junior European Cup in Malaga. Im selben Jahr sammelte er zudem Bronze beim European Cup in Winterthur und zeigte damit auch auf heimischem Boden seine Wettkampfhärte.
Der Weg nach oben wirkt bei Bonferroni wie ein Plan, nicht wie Zufall.
Der Übergang in die Seniorenklasse verlief ebenfalls stabil: 2023 standen gleich zwei internationale Podien zu Buche, Bronze beim European Open in Warsaw und Bronze beim Oceania Open in Perth. Gerade Perth machte deutlich, dass er auch außerhalb Europas Erfahrungen sammelt und sich gegen unterschiedliche Stile behauptet.
2026 setzte er noch einen drauf: Silber beim European Open in Ljubljana und ein starker fünfter Platz beim Grand Slam in Tashkent, wo erst der frühere Vizeweltmeister Fujiwara stoppte. Unter der Leitung des Schweizer Trainerteams um Dominique Hischier arbeitet Bonferroni weiter an den Details.
Mit Rivalitäten gegen Jarne Duyck, Filip Ivanka, Nosa Bright Maddaloni und Adam Kopecky ist die nächste Herausforderung schon definiert. Und mit dem Grand Slam of Lausanne vom 28. bis 30. August wartet ein Heim-Highlight, das für ihn zum nächsten Entwicklungsschritt werden kann.
Quelle: JudoInside