Boukli survives a brutal final to seize fifth European crown

Boukli hält im Marathon-Finale stand und holt EM-Gold Nummer fünf

Der Auftakt der Europameisterschaften in Tiflis brachte in der Klasse bis 48 kg genau das, was großer Judosport oft liefert: Favoritinnen, die ihren Status bestätigen, und Kämpfe, die bis in die letzten Reserven gehen. Im Mittelpunkt stand am Ende erneut Shirine Boukli. Die Französin, als Nummer eins gesetzt und Titelverteidigerin gestartet, erreichte mit viel Kontrolle und Präsenz im Kumi-kata wieder das Finale.

Dort wartete mit Sabina Giliazova eine Gegnerin, die sie aus früheren Duellen bereits gut kannte. Boukli wirkte zunächst stabil, setzte ihre Positionen sauber und ließ sich auch unter Druck nicht aus der Ruhe bringen. Doch Giliazova erhöhte Schritt für Schritt das Tempo, suchte den direkten Kontakt in der Mattenmitte und zwang das Finale in eine immer offenere Richtung.

Mit noch einer Minute auf der Uhr stand es bei den Shido 2:2. Danach wurde es zu einem echten Krafttest im Golden Score, in dem die Kontrolle mehrfach wechselte. Über viele weitere Minuten blieb alles offen, bis die entscheidende Szene nicht durch einen spektakulären Wurf, sondern durch die Grenzen der Belastung kam: Giliazova kassierte den letzten Shido, Boukli damit ihren fünften Europameistertitel.

Boukli überstand den Druck und blieb bis zum letzten Moment klar.

Auch im Kampf um Bronze gab es aus europäischer Sicht starke Geschichten. Laura Martinez Abelenda aus Spanien antwortete nach ihrer Viertelfinal-Enttäuschung überzeugend und besiegte Shafag Hamidova aus Aserbaidschan. Ein präzises ko-uchi-gake weniger als zwei Minuten vor Schluss brachte die Wertung, danach verteidigte sie den Vorsprung sehr abgeklärt. Für die Spanierin ist es bereits die zweite EM-Bronzemedaille nach 2023.

Im anderen Bronzekampf setzte sich Marina Vorobeva gegen Eva Perez Soler durch. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase fand Vorobeva mit einem ungewöhnlichen ko-uchi-gake den Weg zur ersten Wertung und machte kurz darauf mit Ippon am Boden alles klar. Für Perez Soler blieb dennoch ein bemerkenswerter Auftritt bei ihrer ersten Finalblock-Teilnahme auf kontinentaler Ebene.

Quelle: EJU_News

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