EJU Pushes Safe and Inclusive Judo From Principle to Practice - Image: EJU / European Judo Union

EJU treibt sicheres und inklusives Judo von Grundsätzen in die Praxis

Die European Judo Union stellte am 3. Juli 2026 Safe Sport und Menschenrechte in den Mittelpunkt der Diskussion. Mit ihrer virtuellen Konferenz „Von Werten zum Handeln – die Zukunft eines sicheren, starken und inklusiven Judo gestalten“ brachte die EJU die Judo-Community zu einem Austausch zusammen, der weit über eine Region hinausreichte.

Die Online-Veranstaltung lief von 17:00 bis 20:30 Uhr und markierte einen wichtigen Moment für die Zusammenarbeit im Judo. Laut Quelle registrierten sich 126 Teilnehmende, 72 waren live dabei und vertraten 39 Länder aus Europa und anderen Teilen der Welt, darunter China, Indien, Kenia, Südamerika, die Vereinigten Staaten und Australien.

Diese internationale Breite war bedeutsam. Die Versammlung war nicht als einfaches Treffen angelegt, sondern als Schritt hin zu stärkeren gemeinsamen Standards für Schutzkonzepte, Inklusion und Menschenrechte im Judo. Selbst in einem Sport mit tief verankerten Werten war die Botschaft klar: Werte zählen nur, wenn sie aktiv umgesetzt werden.

Ein vorab erhobenes Lagebild zeichnete ein ermutigendes Bild davon, wo viele Vereine und Verbände derzeit stehen. Die meisten beteiligten Organisationen verfügen bereits über eine Schutzrichtlinie, engagieren sich im angepassten Judo und sorgen für weibliche Vertretung in Trainer- und Führungsrollen.

Gleichzeitig machte die Konferenz auch deutlich, dass die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Teilnehmenden äußerten klar den Wunsch, mehr Wissen aufzubauen und ihre institutionelle Verpflichtung zu Menschenrechten zu stärken. Genau das könnte eine der wichtigsten Erkenntnisse der Veranstaltung sein. Es zeigt, dass es im europäischen Judo nicht nur Bewusstsein für diese Themen gibt, sondern auch den Wunsch, sich weiter zu verbessern.

Das stärkste Signal war nicht Zufriedenheit, sondern die Bereitschaft, weiter zu lernen.

Ein praktisches Element stach während der Versammlung als großer Vorteil hervor: automatisch übersetzte Untertitel. In einem Treffen, das Sprachen und Kontinente überbrückte, half diese Technologie, eine Hürde abzubauen, die den offenen Austausch oft begrenzt. Die Quelle bezeichnete sie als Gamechanger, weil sie es einem äußerst vielfältigen Publikum ermöglichte, dem Geschehen besser zu folgen und sich umfassender einzubringen.

Diese Form der Zugänglichkeit passt zum größeren Ziel der Konferenz. Wenn Judo sicherer, stärker und inklusiver werden will, muss die Kommunikation für alle im Raum offen sein, nicht nur für diejenigen, die eine Sprache fließend beherrschen. In diesem Sinne spiegelte die Plattform selbst die Werte wider, die die Veranstaltung fördern wollte.

Die Eröffnungsbotschaft kam von EJU-Generalsekretär Dr. Martin Poiger. Er begrüßte das internationale Publikum und verwies auf eine Herausforderung, die im modernen Sport besonders relevant wirkt. Judo, so seine Kernaussage, verfügt bereits über einen moralischen Rahmen, doch der Sport muss über passive Wahrnehmung hinausgehen und sowohl auf als auch neben der Tatami zur aktiven Umsetzung kommen.

Damit war der Ton für die gesamte Versammlung gesetzt. Es ging nicht nur darum zu feiern, wofür Judo steht. Es ging darum zu fragen, wie diese Ideale in der täglichen Praxis geschützt werden – in Vereinen, Verbänden und Führungsstrukturen.

Für das europäische Judo machte die Veranstaltung etwas Kraftvolles sichtbar: Die Gemeinschaft steht nicht still. Mit breiter Beteiligung, bestehenden Schutzstrukturen und einer erkennbaren Bereitschaft, mehr zu tun, war die EJU-Menschenrechtsversammlung 2026 ein ernsthafter Versuch, Grundsätze in Handeln zu verwandeln.

Sicherer Sport im Judo hängt ebenso von dem ab, was neben der Matte geschieht, wie von dem, was auf ihr passiert.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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