Junge Europas Judoka setzen in Tiflis starke Zeichen
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Bei den Europameisterschaften 2026 in Georgien gehörte die Bühne nicht nur den bekannten Namen. Mehrere junge Athletinnen und Athleten nutzten das Turnier, um auf Seniorenniveau ein deutliches Signal zu senden. Gerade aus europäischer Sicht war zu sehen, wie breit das kommende Topfeld bereits aufgestellt ist.
Einen frühen Akzent setzte Izhak Ashpiz in der Klasse bis 60 kg. Der Israeli holte mit 18 Jahren seine erste Medaille bei kontinentalen Titelkämpfen. Auf dem Weg dorthin bezwang er Romain Valadier Picard, musste sich dann dem späteren Europameister Luka Mkheidze geschlagen geben und sicherte sich mit Bronze gegen Dilshot Khalmatov doch noch einen besonderen Moment.
Auch Frankreich präsentierte beeindruckende Tiefe. Dayyan Boulemtafes erkämpfte sich in der Klasse bis 73 kg Bronze, obwohl er erst seit Oktober auf Seniorenniveau antritt. Besonders stark wirkte dabei sein Erfolg im Medaillenkampf gegen Joan-Benjamin Gaba, ein Ergebnis, das seine Entwicklung zusätzlich unterstreicht.
Maxime-Gaël Ngayap Hambou bestätigte in der Klasse bis 90 kg ebenfalls seinen Status als einer der spannendsten jungen Kämpfer Europas. Gegen Lasha Bekauri in Georgien blieb er stabil und sicherte sich Bronze. Ein Erfolg auf dieser Bühne gegen einen Olympiasieger vor dessen Heimpublikum zeigt, wie weit sein Weg bereits geführt hat.
Frankreichs Nachwuchs drängt mit Nachdruck in die europäische Spitze.
In der Klasse bis 81 kg gelang Mihajlo Simin der nächste wichtige Schritt. Der Serbe besiegte Bernd Fasching und Matthias Casse und erreichte damit das Halbfinale. Dort stoppte ihn Timur Arbuzov, doch Bronze war trotzdem ein starker Lohn für seinen Durchbruch im Seniorenbereich.
Bei den Frauen sorgten vor allem die schwereren Klassen für frische Geschichten. Melkia Auchecorne erreichte in der Klasse bis 70 kg Silber, nachdem sie unter anderem Madina Taimazova und Ai Tsunoda Roustant ausgeschaltet hatte. Erst im Finale war gegen Szofi Ozbas Schluss.
April Fohou machte für die Schweiz ebenfalls Eindruck. Im Bronzekampf gegen Lara Cvjetko drehte sie einen späten Rückstand, ging in den Golden Score und beendete den Kampf dort mit einer entscheidenden sasae-style Technik zum Ippon. Für die 20-Jährige war es die erste Medaille bei Senioren-Europameisterschaften.
Eine der größten Überraschungen gelang Emma-Melis Aktas. Die Estin besiegte in der Klasse über 78 kg die fünfmalige Europameisterin Romane Dicko und zeigte damit, welches Potenzial bereits in der nächsten Generation steckt. Auch ohne Podestplatz war ihr Auftritt einer der auffälligsten des Turniers.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union