Piovesana und Seikkula holen Bronze – Mongolisches Duell entscheidet -63 kg in Dushanbe
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Im Finale der -63 kg beim Grand Slam in Dushanbe trafen mit Enkhriilen Lkhagvatogoo und Gankhaich Bold zwei Mongolinnen aufeinander, die sich in- und auswendig kennen. Genau das prägte den Kampf: wenig Risiko, viele Abtastmomente und kaum Tempo. Bis zum Ende der regulären Zeit standen je zwei Shido zu Buche, und die Entscheidung musste im Golden Score fallen.
Dort kippte das enge Duell über die Strafseite. Lkhagvatogoo bekam den dritten Shido, und Bold konnte spürbar aufatmen: Gold für sie, Silber für ihre Landsfrau. Mongolia reiste mit den beiden Topgesetzten an und nahm am Ende tatsächlich beide Medaillen mit – ein klarer Beleg dafür, wie viel Gewicht die Setzliste an diesem zweiten Wettkampftag hatte.
Ein Finale, das nicht explodierte, sondern langsam in Richtung Entscheidung rutschte.
Aus europäischer Sicht sorgten vor allem die Bronzekämpfe für Energie. Lubjana Piovesana (AUT) hatte im Halbfinale gegen Bold im Golden Score knapp den Finaleinzug verpasst, schaltete danach aber sofort um. Gegen Nina Simic (CRO) brauchte sie weniger als die Hälfte der Kampfzeit, um einen perfekten shime-waza-Ansatz zu setzen – Ippon. Damit sicherte sie sich ihre sechste Grand-Slam-Medaille und ließ keinen Zweifel daran, dass sie in Dushanbe für Edelmetall gekommen war.
Auch Louna-Loumia Seikkula (FIN) lieferte einen Moment, der hängen bleibt. Yeji Kim (KOR) machte früh Druck und brachte ein gefährliches O-uchi-gari, doch Seikkula fand schnell die Antwort. Noch vor der Hälfte brachte sie ein unorthodoxes kata-guruma durch, das sofort Ippon bedeutete. Für die Finnin ist es die erste Grand-Slam-Medaille – Bronze, aber mit maximaler Aussagekraft.
Europas Bronzen waren nicht nur Ergebnis, sondern Statement auf dem Tatami.
Quelle: JudoInside