Ein Monat, der das Ausmaß des europäischen Judo zeigte
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Der Mai 2026 bot der Europäischen Judo-Union eine große Bühne, und das europäische Judo antwortete mit Umfang, Vielfalt und echter wettkampfsportlicher Tiefe. Über 10 Veranstaltungen in 41 Tagen hinweg reichte der Kalender von der Seniorenklasse bis zu Junioren, Kadetten, U16 und U14 und verband hochklassige Turniere, Kata und große Trainingscamps auf dem ganzen Kontinent.
Schon die Zahlen waren beeindruckend. Insgesamt traten bei diesen Turnieren 4.681 Judoka an, und in dieser Zahl sind die Trainingscamps noch nicht einmal enthalten. Da mehr als 1.000 Teilnehmende das Benidorm Olympic Training Camp besuchten, wurde das Gesamtbild noch größer und zeigte, wie aktiv und vernetzt der europäische Circuit inzwischen geworden ist.
Mehr als 4.600 Judoka traten in nur 41 Tagen bei 10 EJU-Veranstaltungen an.
Der Mai brachte auch Meilensteine. Graz war Gastgeber des größten Junior Cups, der weltweit jemals ausgetragen wurde, während Bielsko-Biała als größte Kadetten-Veranstaltung des Monats herausragte. Diese beiden Events unterstrichen etwas Wichtiges: Die Nachfrage nach internationalen Judo-Möglichkeiten steigt weiter, besonders bei jüngeren Athletinnen und Athleten, die ihren Weg aufbauen wollen.
Der Monat begann mit starken Wettbewerben in Istanbul und Tiflis. Der Junior European Cup in Istanbul und das dazugehörige Trainingscamp brachten 502 Judoka aus 27 Ländern zusammen, wobei Russland mit sieben Goldmedaillen die Medaillenwertung anführte. Auch Japan und Deutschland setzten dort Akzente. In Tiflis nahmen 361 Athletinnen und Athleten aus 17 Nationen am Millennium Team Cadet European Cup und Trainingscamp teil, wo Russland mit 13 Goldmedaillen erneut vorne lag.
Anschließend hatte Georgien in Gori seinen eigenen Glanzpunkt. Das Gastgeberland belegte beim Senior European Cup mit vier Goldmedaillen und insgesamt 18 Podestplätzen Rang eins. Die Schweiz war besonders effizient und holte drei Goldmedaillen aus drei Finalteilnahmen, während Aserbaidschan neun weitere Medaillen gewann und damit seine konstante Form bestätigte.
Mitte Mai richtete sich die Aufmerksamkeit auf Sarajevo, wo die Judo-Europameisterschaften Kata parallel zum Kodokan Kata Seminar stattfanden. Mehr als 400 Teilnehmende aus 27 Nationen kamen zu einem der technisch anspruchsvollsten und traditionsreichsten Höhepunkte des Monats zusammen. Italien dominierte die Meisterschaften mit acht Goldmedaillen und untermauerte damit seinen Status als eine der großen Kräfte im Kata.
Auch Spanien spielte eine zentrale Rolle, als La Nucía das European Open vor dem Benidorm Olympic Training Camp ausrichtete. Beim Turnier gingen Athletinnen und Athleten aus 39 Nationen an den Start, und Deutschland führte den Medaillenspiegel an. Danach bewies Benidorm erneut seine Anziehungskraft und zog eine beispiellose Zahl an Teilnehmenden an, während die Athletinnen und Athleten auf den Weg nach Los Angeles 2028 blickten.
In Bielsko-Biała lagen Aserbaidschan, Kasachstan und die Ukraine in der Kadettenwertung vorne, bei einem der größten Nachwuchsereignisse im Mai. Faro schrieb dann eine Premiere für Portugal mit der Ausrichtung des Millennium Team Cadet European Cup, bei dem 582 Judoka aus 31 Ländern antraten und Italien sechs Goldmedaillen gewann.
Die Schlussphase blieb intensiv. Sarajevo kehrte mit dem Senior European Cup zurück, bei dem Türkiye knapp vor Kroatien und Russland landete. In Graz gingen beim Junior European Cup mit Rekordbeteiligung 617 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aus 34 Nationen an den Start, wobei Brasilien den Medaillenspiegel vor Frankreich und Aserbaidschan anführte.
Graz und Bielsko-Biała machten den Mai zu einem Meilenstein für das Nachwuchs-Judo.
Die letzte Station war Győr mit dem zweiten Judo Hopes Tournament. Ungarn nutzte den Heimvorteil mit neun Goldmedaillen und 34 Podestplätzen, gefolgt von der Ukraine und Kroatien. Noch mehr als die Ergebnisse erinnerte Győr jedoch daran, dass die Zukunft des Judo bereits auf die Tatami tritt.
Am Ende des Monats hatten 44 Nationen Medaillen gewonnen, 36 europäische Länder das Podest erreicht und 31 Länder mindestens eine Goldmedaille gefeiert. Der Mai 2026 war für das europäische Judo nicht nur arbeitsreich. Er war ein kraftvolles Bild eines Sports, der durch Wettkampf, Bildung und ständige Bewegung wächst.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union