European names shine early as Berlin cadet event opens at full speed - Image: EJU / European Judo Union

Frankreich, Moldau und Türkiye setzen in Berlin die ersten Ausrufezeichen

Der Auftakt des Cadet European Cup in Berlin brachte sofort Tempo, Druck und einige starke Geschichten mit sich. In den leichten Gewichtsklassen wurden acht Titel vergeben, verteilt auf Aserbaidschan, Frankreich, Israel, die Republik Moldau, Türkiye und Usbekistan. Aus deutscher Sicht blieb der erhoffte Podestplatz am ersten Tag aus, obwohl das Heimteam mit einem fünften und zwei siebten Rängen nah dran war.

Besonders aus europäischer Sicht ragten mehrere Auftritte heraus. Die Französin Jade Barray gewann in der Klasse bis 40 kg ihr erstes European-Cup-Medaillengold und drehte damit ihre Berliner Geschichte eindrucksvoll. Ein Jahr nach dem Aus in Runde eins kämpfte sich die 15-Jährige diesmal mit viel Ruhe bis ins Finale und bezwang dort Sunay Salamova aus Aserbaidschan nach golden score mit einer entscheidenden Würgetechnik aus dem ne-waza.

Jade Barray verwandelte eine frühe Enttäuschung in einen goldenen Berliner Moment.

In der Klasse bis 44 kg bestätigte Yagmur Yilmazturk ihre starke Form. Die Türkin holte ihren dritten European-Cup-Titel in Serie, musste gegen Italiens Sofia Longo aber bis in den golden score gehen. Dort setzte sie nach 38 Sekunden mit kata-guruma den waza-ari zum Sieg und unterstrich, dass sie vor den kontinentalen Höhepunkten zu den spannendsten Namen ihrer Kategorie gehört.

Auch Alexandra Chiron sorgte für ein europäisches Highlight. Die Judoka aus der Republik Moldau holte Gold in der Klasse bis 52 kg, nachdem sie gegen Serbiens Teodora Vukasovic zunächst Druck in den Standaktionen überstehen musste. In den Schlusssekunden konterte Chiron mit ura-nage zu waza-ari und sicherte sich damit den Titel.

Usbekistans Charos Hikmatova dominierte die Klasse bis 48 kg, während bei den Jungen vor allem Aserbaidschan überzeugte. Nihad Aghayev brauchte im Finale bis 50 kg nur 33 Sekunden, Farid Khudiyev entschied das aserbaidschanische Finale bis 55 kg mit Seoi-nage. Abubakr Sattorov gewann bis 60 kg für Usbekistan mit tate-shiho-gatame zu Ippon.

Zum Abschluss setzte Itamar Cohen ein weiteres europäisches Zeichen. Der Israeli besiegte Bulgariens Vladimir Todorov im Finale bis 66 kg erst im golden score mit O-uchi-gari und feierte damit sein erstes European-Cup-Gold. Nach sechs harten Kämpfen war das einer der emotionalsten Durchbrüche des Tages.

Berlin lieferte schon am ersten Tag enge Finals und mehrere starke europäische Signale.

Nun richtet sich der Blick auf die schweren Klassen am zweiten Wettkampftag. Das Niveau ist gesetzt, und nach diesem Start ist klar: In Berlin wird noch einiges passieren.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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