Europas Judoka kämpfen um Medaillen beim Grand Prix in Linz

Der Grand Prix Oberösterreich ist zurück in Linz und bringt zum Auftakt direkt ein Topfeld auf die Tatami. 482 Judoka aus 59 Nationen sind gemeldet, nur leicht unter der Rekordzahl von 2024, aber trotzdem das stärkste Line-up der letzten Jahre. Österreich tritt mit dem größten Team von 41 Athleten an, dicht gefolgt von Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien – Europa ist also richtig breit vertreten.

Europäische Judoka greifen am ersten Tag in allen fünf Gewichtsklassen an.

Am ersten Wettkampftag stehen die leichteren Kategorien im Fokus: U48kg, U52kg und U57kg bei den Frauen sowie U60kg und U66kg bei den Männern. In der U48kg führt Weltmeisterschafts-Silbermedaillengewinnerin Abiba Abuzhakynova aus Kasachstan das Feld an. Für Europa ist vor allem Laura Martinez Abelenda spannend, die den Abu Dhabi Grand Slam gewonnen hat und sich das nächste direkte Duell mit Abuzhakynova holen könnte. Dahinter lauern weitere starke Namen wie Maria Celia Laborde, Eva Perez Soler, Mary Dee Vargas und Mitsuki Kondo.

In der U60kg will der Franzose Romain Valadier-Picard nach einem schwierigen Auftritt in Paris wieder angreifen. Der Vizeweltmeister von Budapest 2025 hat in Linz bereits 2023 gesiegt und kennt die Halle bestens. Mit Francisco Garrigos, Weltmeister von 2023, steht ein weiterer großer Name im Tableau, doch gerade in dieser Klasse ist das Feld so ausgeglichen, dass Überraschungen fast vorprogrammiert sind.

Auch in der U52kg setzt Europa Akzente: Spaniens Ayumi Leiva Sanchez reist mit einer frischen Grand-Prix-Silbermedaille aus Guadalajara an und will in Linz noch einen Schritt weiter gehen. Die ungarische WM-Bronzemedaillengewinnerin Roza Gyertyas jagt ihren ersten Grand-Prix-Titel, während Israels Gefen Primo bereits bewiesen hat, dass sie solche Turniere gewinnen kann. Die Mischung aus erfahrenen Medaillensammlerinnen und hungrigen Herausforderinnen dürfte für intensive Kämpfe sorgen.

Die U66kg ist mit 47 Startern die vollste Kategorie des Tages. Hier gehört Europas Hoffnung vor allem den Judoka wie dem spanischen Grand-Slam-Sieger David Garcia Torne, der das ohnehin dichte Feld zusätzlich auflädt. Favorit ist der Aserbaidschaner Ruslan Pashayev, der als Weltranglisten-Sechster mit einer Pariser Bronzemedaille anreist, während Vorjahressieger Ronald Lima in Linz erneut glänzen möchte. Grand-Slam-Sieger wie Gusman Kyrgyzbayev machen deutlich, wie schwer es ist, hier überhaupt ins Finale zu kommen.

In der U57kg startet die Serbin Marica Perisic als Topgesetzte in ihre Saison. Sie hat 2024 schon den Grand Prix in Linz gewonnen und war bei den Olympischen Spielen unter den Top Acht, was sie automatisch zur großen europäischen Hoffnung macht. Herausgefordert wird sie von Athletinnen wie Mariana Esteves aus Afrika, der formstarken Brasilianerin Jessica Lima sowie der Französin Martha Fawaz und der Britin Acelya Toprak, die beide für Europa um ein Ausrufezeichen kämpfen. Mit vollen Teilnehmerfeldern und vielen Weltklasse-Namen verspricht Tag eins in Linz Judo auf hohem Tempo vom ersten Griff an.

Quelle: JudoInside

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