Faro camp gives Portugal’s young judoka a major step before the Cadet Europeans - Image: EJU / European Judo Union

Das Trainingslager in Faro ist für Portugals junge Judoka ein großer Schritt vor der Kadetten-EM

Faros Rolle im europäischen Judo wuchs nach dem Millennium Team Cadet European Cup 2026 erneut, als die Veranstaltung mit einem zweitägigen internationalen Trainingslager zu Ende ging. In der Schlussphase vor den Kadetten-Europameisterschaften wurde das Camp zu mehr als nur zusätzlicher Mattenzeit. Es wurde zu einem wertvollen Treffpunkt zum Lernen, zum Testen des eigenen Niveaus und zum Austausch mit Athleten aus verschiedenen Ländern.

Nach einem intensiven Wettkampfwochenende blieben mehrere Nationalteams vor Ort, und noch mehr Judoka aus anderen Altersklassen kamen dazu, um an den Einheiten teilzunehmen. Diese größere Mischung brachte neue Energie und unterschiedliche Stile mit sich und gab den Athleten die Möglichkeit, eine Vielfalt zu erleben, die während der Saison nicht immer verfügbar ist.

Unter den Teilnehmern in Faro war Mariana Esteves, die olympische Athletin aus Guinea, die das Camp nutzte, um sich auf ihre nächsten Wettkampfziele vorzubereiten. An ihrer Seite war Taciana César, ebenfalls Olympiateilnehmerin, die nun als Trainerin arbeitet und nicht nur Esteves, sondern auch andere Judoka des Vereins Alta de Lisboa unterstützt.

César bezeichnete das Camp als ein starkes Trainingsumfeld und erklärte, dass das Ziel darin bestand, die körperliche Vorbereitung zu schärfen und zugleich technische und physische Details anzupassen. Sie machte auch deutlich, warum Faro so wichtig war: Wenn ein Camp dieses Niveaus in Portugal stattfindet, ist es eine Gelegenheit, die man kaum ignorieren kann.

Dieser Punkt wurde auch von portugiesischer Seite bestätigt. Nationalkader-Athlet Davi Monteiro sagte, dass solche Veranstaltungen wichtig für die Entwicklung seien, besonders weil internationale Reisen nicht für jeden Athleten immer möglich sind. Für viele kann es einen echten Unterschied machen, hochklassigen Wettkampf und hochwertiges Training im eigenen Land zu haben.

Für viele junge Judoka bot Faro internationale Erfahrung, ohne das eigene Land verlassen zu müssen.

Monteiro unterstrich auch, warum der Zeitpunkt wichtig war. Mit den Kadetten-Europameisterschaften in Sicht sind viele der Athleten in Faro dieselben, auf die die Teilnehmer bald auch auf kontinentaler Ebene wieder treffen werden. Das verlieh jeder Einheit zusätzliche Bedeutung und machte das Camp ebenso zu einem ernsthaften Maßstab wie zu einem Ort der Entwicklung.

Die technische Leitung lag bei den Trainern der portugiesischen Kadetten-Nationalmannschaft, Joana Ramos und António Saraiva. Ihre Sicht war einfach: Die Anwesenheit so vieler Teams und Athleten hob das Niveau an, und davon profitieren alle. Aus ihrer Sicht konnte niemand das Camp als schwach bezeichnen, da Athleten aus jedem Team in jeder Einheit maximalen Einsatz zeigten.

Für Portugal geht der Wert über eine einzige Arbeitswoche hinaus. Ramos und Saraiva betonten, dass ein solches multikulturelles Trainingsumfeld grundlegend ist, weil es den Athleten hilft, durch Trainingsumfang, unterschiedliche Judo-Stile und verschiedene Wettkampfrealitäten Erfahrung zu sammeln. Nicht jeder junge Athlet kann diese Erfahrungen im Laufe des Jahres im Ausland machen, daher ist es wichtig, sie nach Portugal zu holen.

Es gibt auch eine längerfristige Perspektive. Der portugiesische Stab sieht die Kadettenklasse als einen entscheidenden Moment beim Aufbau künftiger Hochleistungsathleten. Man vermied es bewusst, Kadettenergebnisse als Vorhersage für späteren Erfolg bei den Senioren zu überhöhen, verwies aber auf Arbeitsfähigkeit, Beständigkeit und Engagement als Zeichen dafür, dass die Zukunft der Nationalmannschaft bereits Gestalt annimmt.

Joana Ramos ergänzte, dass Entwicklung nicht nur das betrifft, was auf der Tatami geschieht. Sie hob auch die pädagogische Seite des Coachings hervor: den Athleten beizubringen, wie sie mit Haltung und Präsenz auftreten.

Im Camp ging es um mehr als Ergebnisse; es ging auch darum, Gewohnheiten für die Zukunft aufzubauen.

Monteiro brachte die Atmosphäre vielleicht am besten auf den Punkt: weitertrainieren, auch wenn es schwer ist, denn es gibt immer etwas zu gewinnen. In Faro wirkte diese Botschaft greifbar. Zwischen harten Einheiten, internationalem Austausch und dem Druck dessen, was als Nächstes kommt, zeigte die Stadt einmal mehr, warum sie zu einem so wichtigen Ort für die Zukunft des europäischen Judo geworden ist.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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