Funakubo findet in Ungarn die Antwort im Boden
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Haruka Funakubo aus Japan gewann beim Grand Slam in Ungarn Gold in der Klasse bis 57 kg, nachdem sie im Finale gegen Olga Mukhina aus Russland mit entscheidendem Ne-waza zurückgekommen war. Die Olympiadritte holte einen frühen Yuko-Rückstand auf, bevor sie Mukhina mit einem Haltegriff besiegte.
Das Ergebnis war ein weiterer bedeutender Moment für Funakubo, deren Stärke im Boden sie zu einer der angesehensten Ne-waza-Spezialistinnen der Gewichtsklasse gemacht hat. Ihre Erfahrung auf höchstem Niveau zeigte sich, als sich das Finale nach Mukhinás früher Wertung drehte.
Mukhina war mit wachsendem eigenen Schwung in den Kampf um die Goldmedaille eingezogen. Die russische Athletin gewann im Mai beim Grand Slam in Duschanbe mit Gold ihre erste Medaille auf der World Judo Tour und erreichte nach diesem Durchbruch das Finale in Ungarn.
Doch Funakubos Ruhe unter Druck erwies sich als entscheidend. Nachdem sie einen Yuko abgegeben hatte, kämpfte sich die japanische Judoka zurück und sicherte schließlich den Haltegriff, der Mukhinás Herausforderung beendete.
Funakubo verwandelte durch ihr typisches Ne-waza einen frühen Rückstand in Gold.
Der Sieg ergänzte Funakubos bereits starke Bilanz bei Meisterschaften. Sie gewann bei Paris 2024 olympisches Bronze sowie 2022 und 2023 jeweils WM-Silber. Nach ihrer Rückkehr in den internationalen Wettkampf verwies sie auf Erfahrung als wichtigen Faktor ihrer Leistung.
Funakubo machte außerdem deutlich, dass die Olympischen Spiele in Los Angeles ihr langfristiges Ziel sind. Zuvor steht ihr die anspruchsvolle Aufgabe bevor, sich in Japan durchzusetzen, wo die Auswahl für internationale Wettkämpfe äußerst umkämpft ist.
Auch europäische Athletinnen standen in Budapest im Mittelpunkt der Medaillenkämpfe. Ungarns Luca Veg hatte gegen Brasiliens Sarah Souza das heimische Publikum hinter sich und führte mit einem Yuko, doch Souza erzielte mit Seoi-nage Ippon und gewann Bronze.
Im anderen Kampf um Bronze besiegte Deutschlands Seija Ballhaus Frankreichs Emma Melis. Ballhaus setzte ihr Kumi-kata wirkungsvoll ein, um Fehler von Melis zu erzwingen, und gewann taktisch.
Das Podium der Klasse bis 57 kg wurde von Funakubo mit Gold, Mukhina mit Silber sowie Souza und Ballhaus mit Bronze komplettiert. Für Funakubo war das Finale eine deutliche Erinnerung an den Wert von Geduld, Erfahrung und Kontrolle, wenn der Kampf in den Boden geht.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation