Georgien geht in Tiflis mit Rückenwind und vollem Team an den Start
Teilen
Vor dem Beginn der Europameisterschaften 2026 in Tiflis hat Georgiens Cheftrainer Lasha Gujejiani einen klaren Eindruck vermittelt: Für sein Team soll der Heimauftritt vor allem Stolz bedeuten. Die besondere Atmosphäre im eigenen Land sieht er nicht als Last, sondern als zusätzliche Energie für die Athletinnen und Athleten.
Gujejiani betonte dabei auch die enge Verbindung zur Judo-Familie. Aus seiner Sicht steht nicht nur das sportliche Resultat im Mittelpunkt, sondern auch das Miteinander rund um dieses Ereignis. Für die georgische Mannschaft sei die Motivation ohnehin da, gerade weil ein Turnier vor heimischem Publikum für viele noch einmal eine besondere Bedeutung habe.
Beim Blick auf die Auslosung zeigte sich der Nationaltrainer entschlossen. Georgien reist mit einem kompletten Aufgebot bei Männern und Frauen an und will sich keiner Aufgabe aus dem Weg gehen. Gujejiani machte deutlich, dass sein Team seine Ziele nur erreichen kann, wenn es gegen jede Gegnerin und jeden Gegner bereit ist.
In Tiflis spürt Georgien keine Angst vor Druck, sondern Lust auf den Moment.
Auffällig ist besonders die Entwicklung der georgischen Frauen. Der Verband hat in den vergangenen Jahren stark daran gearbeitet, das Team breiter aufzustellen und sichtbar zu machen. Mit Starterinnen in allen Gewichtsklassen setzt Georgien bei diesem wichtigen europäischen Event ein klares Zeichen. Inspiration kommt dabei auch durch die Erfolge von Weltmeisterin Eteri Liparteliani.
Die Ausgangslage unterstreicht, warum Georgien zu den großen Themen dieser Europameisterschaften gehört. Das Team kommt mit sieben Athletinnen und Athleten aus den Top Ten der Welt, dazu mit zwei amtierenden Europameistern und insgesamt sechs ehemaligen Weltmeistern. Gujejiani formulierte die Ambition mit einem Augenzwinkern, aber die Botschaft war eindeutig: Die Gastgeber wollen ganz vorne mitmischen.
Für die europäischen Rivalen ist das ein ernstes Signal. Ein Heimteam mit dieser Tiefe, diesem Selbstvertrauen und dieser emotionalen Aufladung wird in Tiflis schwer zu stoppen sein.
Quelle: EJU_News