Majdovs Finale kippt im Golden Score: Knieverletzung stoppt den Titeltraum
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Das EM-Finale in Tbilisi bekam im Golden Score eine brutale Wendung: Nemanja Majdov musste seinen Angriff abbrechen, als eine Knieverletzung seinen Titelanlauf gegen Lokalmatador Luka Maisuradze jäh stoppte. In einer Ura-nage-Initiative nahm Majdov beim Einstieg den Impact auf das Bein, die Kniescheibe sprang kurz heraus und wieder zurück. Die Instabilität nahm ihm sofort die Basis – und im selben Moment nutzte Maisuradze die offene Position, übernahm die Kontrolle und beendete die Aktion.
Ein Finale, das sportlich eng war, wurde in Sekunden von einem einzigen Moment entschieden.
Bis dahin wirkte Majdov ruhig und taktisch klar. Er hatte das Tempo kontrolliert, Risiken dosiert und den Kampf in die Verlängerung gezogen – genau die Zone, in der kleinste Details entscheiden. Statt eines möglichen Europameistertitels blieb dem Serben diesmal „nur“ Silber, dennoch ist es bereits seine vierte EM-Medaille bei den Senioren.
Der Weg ins Endduell war alles andere als leicht. Zum Auftakt setzte er sich gegen einen Bulgaren durch, danach folgte ein Sieg gegen Frankreichs Alpha Djalo. Im Viertelfinale bezwang er Österreichs Wachid Borchashvili und zog ins Halbfinale ein.
Dort wartete Georgiens zweifacher Olympiasieger Lasha Bekauri – vor voller Halle, aber nicht bei 100 Prozent. Bekauri war im Turnier zuvor an der Schulter angeschlagen und trat sichtbar getaped an, was seine Kraftentfaltung auf dieser Seite zu begrenzen schien. Majdov nutzte das, kontrollierte die Phasen und gewann schließlich mit Ippon per Armhebel.
Im Finale war es dann kein taktischer Fehlgriff, sondern ein körperlicher Abbruch im ungünstigsten Augenblick. Majdovs Silber steht trotzdem für Konstanz in einer extrem dichten Gewichtsklasse – und für eine europäische Spitzenleistung, die nur durch Verletzungspech ausgebremst wurde.
Quelle: JudoInside