Gran Canaria empfängt 2026 Europas aufstrebende Kadetten im Judo
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Die Kadetten-Europameisterschaften 2026 kommen vom 29. Juni bis 2. Juli nach Gran Canaria und bringen Europas nächste Welle an Judo-Talenten auf eine der wichtigsten Jugendbühnen des Sports. Für viele junge Athletinnen und Athleten ist dieses Event der Ort, an dem große Ambitionen erstmals greifbar werden.
Deshalb hat diese Ausgabe besonderes Gewicht. Die Kadetten-Europameisterschaften sind seit Langem ein Ausgangspunkt für Athletinnen und Athleten, die später die Spitze des Welt-Judo erreichten, darunter Weltmeister und Olympiamedaillengewinner. 2026 bekommt eine neue Gruppe die Chance, nach vorn zu treten und sich mit den Besten des Kontinents zu messen.
Die Veranstaltung hat tiefe Wurzeln. Die erste Ausgabe fand 1962 in Essen statt, als der niederländische Judoka Jan Snijders und die französischen Athleten Jacques Noris und Maymat Coiffier die ersten Titel gewannen. Damals wurden nur drei Titel vergeben, und das Format sah ganz anders aus als das, was junge Judoka heute kennen.
Im Laufe der Zeit veränderten sich die Meisterschaften deutlich. Von 1962 bis 1978 traten nur Jungen an. Nach einer langen Pause kehrte das Event 2000 im rumänischen Oradea zurück, nun mit männlichen und weiblichen Athleten. Damit wird Gran Canaria die 42. Kadetten-Europameisterschaften der Männer und die 25. der Frauen ausrichten.
Was einst ein deutlich kleinerer Wettbewerb war, ist zu einem der größten Ereignisse im europäischen Judo-Kalender gewachsen. Die Teilnahme ist weiter gestiegen; der aktuelle Rekord wurde 2024 aufgestellt, als 511 Judoka aus 44 Nationen in Bulgarien antraten. Dieses Wachstum zeigt deutlich, wie ernst die Kadettenklasse im gesamten Sport inzwischen genommen wird.
Für viele künftige Stars beginnt hier die Reise erst richtig.
Auch der Zeitpunkt macht die Saison 2026 besonders wichtig. Nach Gran Canaria richtet sich der Fokus im August auf die Kadetten-Weltmeisterschaften in Guayaquil und im Oktober dann auf die Olympischen Jugendspiele 2026 in Dakar. Das verleiht dieser Meisterschaft auf dem Weg junger Judoka zu großen internationalen Zielen noch mehr Bedeutung.
Es gibt noch eine weitere starke Geschichte: Spanien wird die Kadetten-Europameisterschaften zum ersten Mal ausrichten. Für das Heimpublikum sorgt das für echte Vorfreude. Spanien hat zudem einen frischen Beleg dafür, dass Erfolg auf dieser Bühne möglich ist, nachdem Aiora Martin Carriches bei den Meisterschaften im vergangenen Jahr Bronze gewann. Bereits 2024 Kadetten-Weltmeisterin und Kadetten-Europameisterin, ist Martin Carriches ein klares Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Talent auf Gelegenheit trifft.
Historisch haben mehrere Nationen dieses Event geprägt. Russland führt die ewige Medaillenwertung und die Goldwertung an, während auch Aserbaidschan, Deutschland und Frankreich über die Jahrzehnte starke Bilanzen aufgebaut haben. Auf individueller Ebene bleibt Mikhail Igolnikovs Serie von drei Titeln in Folge von 2011 bis 2013 eine der herausragenden Leistungen in der Geschichte der Meisterschaften.
Der Teamwettbewerb hat seit seiner Einführung 2017 und dem Wechsel zum Mixed-Team-Format 2018 noch mehr Energie gebracht. Frankreich führt derzeit die ewige Tabelle im Mixed-Team vor Georgien und Russland an. Spanien wiederum wird darauf abzielen, auf heimischem Tatami erstmals ein Team-Podium zu erreichen.
Nun ist Gran Canaria an der Reihe, ein Event auszurichten, das so viele Karrieren angestoßen hat. Für Europas Kadetten ist es nicht einfach nur ein weiteres Turnier. Es ist ein Moment, um gesehen zu werden, zu wachsen und vielleicht etwas viel Größeres zu beginnen.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: EJU / European Judo Union