Der Junioren-Europacup in Graz steht vor seinem bislang größten Wochenende
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Der Junioren-Europacup im Judo in Graz steuert auf eine bemerkenswerte Ausgabe zu, wobei die Nachfrage die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen hat. Für Judo Austria machen allein die Zahlen diese Veranstaltung zu einem der herausragenden Junioren-Meetings der Saison.
Für das Turnier am 30. und 31. Mai in Graz sind insgesamt 676 Meldungen aus 34 Nationen eingegangen. Damit wird der bisherige Teilnahmerekord von 511 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern aus dem Jahr 2023 klar übertroffen, und die Organisatoren mussten Zimmer in acht Hotels buchen, also in drei mehr als ursprünglich geplant.
Selbst die Führung von Judo Austria soll vom Ausmaß der Resonanz überrascht gewesen sein. Die ersten internationalen Teams, darunter Delegationen aus Israel, Kanada und Turkmenistan, werden am Mittwoch, dem 27. Mai, in der steirischen Landeshauptstadt erwartet.
Für das Heimpublikum wird Österreich mit einem Team von 51 Junioren-Judoka in die fünfte Ausgabe der Veranstaltung gehen. Unter den gesetzten österreichischen Starterinnen geht Marlene Schinwald in der Klasse bis 57 kg als Nummer sieben ins Rennen, während Helena Rottenhofer in der Klasse bis 63 kg an Position acht gesetzt ist.
Diese österreichische Präsenz reicht über den Wettkampf hinaus. Weitere 39 österreichische Judoka aus den Bereichen Senioren, U23, U21 und U18 haben sich für das begleitende Trainingslager angemeldet und verleihen dem Gesamtprogramm zusätzliches Gewicht. Auf der Liste stehen Lisa Grabner, Maria Höllwart, Laura Kallinger, Carina Klaus-Sternwieser, Magdalena Krssakova, Helene Schrattenholzer, Lisa Tretnjak, Daniel Leutgeb, Alexander Kaserer und Ronald Pröll.
Auch das Trainerteam aus Österreich wird vor Ort stark eingebunden sein. Die Junioren-Coaches Jaromir Jezek und Michael Winkler werden von Lisa Dengg, Martin Grafl, Nationaltrainer Miguel Ogando Lopes, Bela Riesz und Bernhard Weißsteiner unterstützt.
Graz ist in diesem Jahr nicht nur gut besucht, sondern überquillt förmlich vor Junioren-Judo-Talenten.
Das sportliche Niveau wirkt ebenso stark wie die Teilnehmerzahlen. Zwei amtierende Junioren-Weltmeister werden in Graz an den Start gehen: Nicole Marques in der Klasse bis 52 kg und Tornike Gigauri bis 66 kg.
Die Meldeliste umfasst außerdem 28 Athletinnen und Athleten, die aktuell in den Top 10 der Junioren-Weltrangliste geführt werden. Darunter sind vier aktuelle Junioren-Weltnummern eins: Marques, Gigauri, Laurence Gagnon bis 57 kg und Dandaru Camillo bis 78 kg.
Einige Kategorien sind besonders dicht besetzt. Bei den Männern führt die Klasse bis 81 kg mit 97 Teilnehmern, dicht gefolgt von bis 73 kg mit 92. Bei den Frauen ist die Klasse bis 63 kg mit 52 Athletinnen die größte Kategorie.
Auch mit Blick auf die jüngere Geschichte in Graz gibt es echten Grund für österreichischen Optimismus. Bei den vergangenen vier Junioren-Europacups im Raiffeisensportpark hat Österreich insgesamt 11 Medaillen gewonnen. Dazu zählen Goldmedaillen für Elena Dengg im Jahr 2023 und Carina Klaus-Sternwieser im Jahr 2024 sowie drei Silber- und sechs Bronzemedaillen.
Österreichs insgesamt beste Leistung gelang 2023, als das Team den vierten Platz im Medaillenspiegel belegte, mit einer Goldmedaille, zwei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen. Ergänzt wurde dieses Ergebnis durch einen fünften und einen siebten Platz, was zeigt, wie konkurrenzfähig die Gastgebernation auf heimischem Tatami sein kann.
Mit Rekordbeteiligung, einem tief besetzten internationalen Feld und einer Heimmannschaft mit echten Erwartungen deutet alles darauf hin, dass Graz den bislang größten und am stärksten besetzten Junioren-Europacup im Judo ausrichten wird.
Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union