Győr Ready to Spotlight Europe’s Next Judo Generation - Image: EJU / European Judo Union

Győr rückt Europas nächste Judo-Generation ins Rampenlicht

Győr wird vom 29. bis 31. Mai das Festival European Judo Hopes ausrichten. Athletinnen und Athleten der Altersklassen U14 und U16 betreten dabei die Tatami zu einem der wichtigen Nachwuchsereignisse im europäischen Judo-Kalender. Das dreitägige Programm im Olympic Sports Park verbindet Wettkampf mit technischem Lernen und stellt die Entwicklung ins Zentrum des Wochenendes.

Die Veranstaltung bringt aufstrebende Talente aus ganz Europa zusammen, ist jedoch nicht allein auf Medaillen ausgerichtet. Neben den Kämpfen nehmen die jungen Judoka und ihre Trainer an Seminaren und Technik-Einheiten unter der Leitung großer Namen des Sports teil. So entsteht ein Rahmen, in dem es ebenso sehr um Entwicklung wie um Ergebnisse geht.

Zwei herausragende Persönlichkeiten werden diese Einheiten in Győr leiten. Misato Nakamura aus Japan, zweimalige olympische Bronzemedaillengewinnerin, dreifache Weltmeisterin und dreifache Asienmeisterin, wird ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. An ihrer Seite steht Portugals Telma Monteiro, olympische Bronzemedaillengewinnerin, sechsmalige Europameisterin und fünffache WM-Medaillengewinnerin, die der Veranstaltung mit einer der erfolgreichsten Judoka Europas eine starke europäische Prägung verleiht.

Telma Monteiro verleiht dem Wochenende in Győr Starqualität und europäisches Renommee.

Nach der Akkreditierung beginnt der Zeitplan am Freitagabend mit einem 90-minütigen Seminar ab 17:00 Uhr. Der Wettkampf wird dann über das Wochenende hinweg fortgesetzt, begleitet von weiteren Technik-Einheiten, sodass die Athletinnen und Athleten sowohl hochklassige Kampferfahrung als auch unmittelbare Lernmöglichkeiten erhalten.

Győr ist mit großen Judo-Momenten bestens vertraut. Die ungarische Stadt war im Laufe der Jahre Gastgeber einer Vielzahl von Veranstaltungen, darunter nationale Meisterschaften, Ranglistenturniere und Schulfinals sowie internationale Wettbewerbe wie die European Open 2024, die U23-Europameisterschaften 2018, die Kadetten-Europameisterschaften 2002 und das European Youth Olympic Festival 2017. Seit 2017 findet dort außerdem jedes Jahr der Cadet European Cup statt.

Auch die Serie European Judo Hopes selbst ist noch jung: Sie wurde 2024 ins Leben gerufen, um Altersklassen zu fördern, die zuvor weder einen kontinentalen Circuit noch große internationale Meisterschaften hatten. Diese Aufgabe ist nun noch wichtiger geworden, da Ungarn den Fokus auf die Altersstufen U14 und U16 verstärkt.

Nach Angaben des Ungarischen Judo-Verbands hat das Land seine offiziell anerkannten Nachwuchskategorien angepasst, um die Systeme der Nachbarländer besser abzubilden und einen fließenderen Übergang in die Kadettenklasse zu schaffen. Die Europäische Judo-Union hat zudem entschieden, dass die Serie Judo Hopes ab 2026 offiziell für Athletinnen und Athleten der Altersklassen U14 und U16 organisiert wird.

Ungarn investiert bereits mit Entwicklungstagen für Leistungssport, Seminaren und Trainingslagern mehr Energie in diese Gruppen. Sportdirektor Cirjenics Miklós erklärte, dass der Verband im Laufe des Jahres mit 40 bis 60 Athletinnen und Athleten in den U14- und U16-Nationalteams arbeitet, während größere Camps und Entwicklungstage deutlich mehr als 100 Teilnehmende umfassen können, darunter Vereinstrainer aus dem ganzen Land.

Zu dieser wachsenden Struktur gehören nun auch zwei Nationaltrainer für die neuen Altersklassen. Horváth László, der zuvor mit der Junioren-Nationalmannschaft gearbeitet hat, und Csernoviczki Éva, olympische und Weltmeisterschafts-Bronzemedaillengewinnerin sowie zweimalige Europameisterin, werden an diesem Wochenende beide in Győr anwesend sein.

Die Veranstaltung des vergangenen Jahres in Győr, die damals für Athletinnen und Athleten der Altersklassen U13 und U15 ausgetragen wurde, zog fast 300 Judoka aus 19 Nationen an. Ungarn führte vor heimischem Publikum den Medaillenspiegel an und unterstrich damit, wie ernst das Gastgeberland die Nachwuchsentwicklung nimmt, während sich Europas nächste Generation auf ihren Moment vorbereitet.

In Győr erhält die Zukunft des europäischen Judo sowohl Wettkampf als auch Anleitung auf höchstem Niveau.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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