Heimtatami, große Namen: Georgiens Judo-Elite rückt für Tbilisi 2026 ins Rampenlicht
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Wenn die Judo-Europameisterschaften 2026 nach Tbilisi kommen, wird es laut werden. Vom 16. bis 19. April steht Georgien als Gastgeber im Mittelpunkt – und die endgültigen Meldungen (bestätigt am 27. März) zeigen schon, wie ernst es das Team meint: 18 Judoka, eine der größten Delegationen im Feld.
Georgia reist nicht nur mit Heimvorteil, sondern auch mit breiter Klasse an. Als amtierender Mixed-Team-Weltmeister und mit Welt- und Olympiasiegern in den Reihen bringt das Aufgebot Tiefe über mehrere Gewichtsklassen hinweg mit.
Bei den Männern zieht besonders die -90-kg-Kategorie die Blicke auf sich. Lasha Bekauri, zweifacher Olympiasieger, kommt mit drei kontinentalen Titeln aus verschiedenen Altersklassen und einem starken Heim-Track-Record: Er gewann den Tbilisi Grand Slam 2023 und 2024. Jetzt geht es darum, diese Serie vor dem eigenen Publikum auch bei einer Europameisterschaft fortzusetzen.
In Tbilisi zählt nicht nur Form – die Halle kann selbst ein Faktor werden.
Ebenfalls brandgefährlich ist Tato Grigalashvili, dreifacher Weltmeister, der sowohl bei -81 kg als auch bei -90 kg zu Hause ist. Der Paris-2024-Silbermedaillengewinner gilt als kompletter Athlet in tachi-waza und ne-waza und kommt mit einem langen Podiums-Run seit 2021. Mit Luka Maisuradze steht außerdem ein weiterer -90-kg-Weltmeister (2023) bereit, der zuletzt auf derselben Tatami Grand-Slam-Gold holte und in Tbilisi den nächsten Titel anpeilt.
In den schweren Klassen setzen Ilia Sulamanidze (amtierender Europameister -100 kg) und Guram Tushishvili (Olympiasilber, bei +100 kg an Position zwei gesetzt) weitere Ausrufezeichen, während Vazha Margvelashvili bei -66 kg zusätzliche Tiefe bringt. Und Lasha Shavdatuashvili, Olympiasieger und Weltmeister, jagt mit 32 Jahren seinen ersten EM-Titel seit 2013 – drei Grand-Slam-Siege in Tbilisi hat er bereits.
Bei den Frauen führt Eteri Liparteliani das Team an. Die amtierende Weltmeisterin bei -57 kg ist topgesetzt und will nach EM-Silber 2025 endlich auch bei den Senioren den kontinentalen Titel holen. Hinter ihr macht Nino Loladze als junge Hoffnung bei -57 kg weiter Druck, während Mariam Tchanturia bei -78 kg hofft, dass die Heimkulisse den Durchbruch auf Senior-Niveau bringt.
Live dabei sein geht über JUDOTV.com – Ergebnisse gibt’s auch auf EJU.net.
Quelle: EJU_News