Tushishvili krönt Georgiens Heim-EM mit schwerem Finalsieg gegen Krpalek
Teilen
Guram Tushishvili setzte in Tiflis den Schlusspunkt unter ein starkes Turnier für Gastgeber Georgien. Im Finale der Klasse über 100 kg bezwang er den zweimaligen Olympiasieger Lukas Krpalek aus Tschechien und sicherte seinem Land damit das vierte Gold bei diesen Europameisterschaften.
Für den Georgier war es mehr als nur ein weiterer Titel. Tushishvili gewann die Europameisterschaften zum dritten Mal in seiner Karriere, doch dieser Erfolg hatte für ihn einen besonderen Wert, weil er vor heimischem Publikum zustande kam. Nach seinem letzten EM-Triumph im Jahr 2017 stand er nun wieder ganz oben in Europa.
In Tiflis wurde aus einem Goldkampf ein besonders emotionaler Moment.
Der 31-Jährige machte deutlich, dass er diesen Titel heute anders erlebt als früher. Mit mehr Erfahrung und Reife könne er solche Siege stärker schätzen, erklärte er nach dem Wettkampf. Gerade deshalb wirkte dieser Erfolg für ihn besonders intensiv.
Auch sportlich hatte das Finale enormes Gewicht. Gegen Krpalek, einen der größten Namen im internationalen Schwergewicht, erwartete Tushishvili einen harten Kampf und bereitete sich nach eigenen Aussagen auf alles vor. Dass er sich am Ende durchsetzte, macht diesen Abend in Tiflis für ihn zu einem der schönsten Siege seiner Laufbahn.
Aus europäischer Sicht stand damit nicht nur ein georgischer Triumph im Fokus, sondern auch ein stark besetztes Schwergewichtsfinale zwischen zwei Topathleten des Kontinents. Krpalek blieb trotz der Niederlage ein zentraler Teil dieses hochklassigen Endkampfs.
Für Tushishvili war der Weg zu diesem Moment lang. Seit 2014 bestritt er seine 11. Senioren-Europameisterschaft und blickt auf viele Höhepunkte, aber auch schmerzhafte Niederlagen zurück. Umso größer war nun die Erleichterung, ausgerechnet in Tiflis wieder den Titel zu holen.
Am Ende richtete er seinen Dank an die Fans auf den Rängen. Er habe die Unterstützung gespürt und alles versucht, um die Menschen in der Halle glücklich zu machen.
Quelle: EJU_News