How SAFE COMBAT Is Building Stronger Protection in European Martial Arts - Image: EJU / European Judo Union

Wie SAFE COMBAT den Schutz in den europäischen Kampfkünsten stärkt

Das SAFE-COMBAT-Projekt macht mit mehreren wichtigen Schritten Fortschritte, bevor am 20. und 21. Mai in Gijón das nächste Treffen der Umsetzungspartner stattfindet. Unter der Koordination der Europäischen Judo-Union konzentriert sich die Erasmus+-Initiative darauf, Kampfsport und Kampfkünste in ganz Europa sicherer, ethischer und inklusiver zu machen.

Eine der bislang wichtigsten Entwicklungen ist die Veröffentlichung des SAFE COMBAT Research Report. Dieses Dokument verschafft dem Projekt eine evidenzbasierte Grundlage, um Schutzstandards zu verbessern und sicherere Praktiken in Vereinen, Organisationen und Trainingsumgebungen zu fördern.

Eine weitere wichtige Veröffentlichung ist der SAFE COMBAT Safeguarding Code: Definitions & References. Er wurde entwickelt, um Vereinen, Trainerinnen und Trainern, Athletinnen und Athleten sowie Organisationen dabei zu helfen, sportliche Räume zu schaffen, die respektvoller, verantwortungsvoller und sicherer sind.

Das Projekt überführt Schutzmaßnahmen von der Theorie in praktische Werkzeuge.

Auch die Zugänglichkeit war Teil dieses Vorstoßes. Ein SAFE COMBAT Safeguarding Poster wurde in sieben Sprachen erstellt und bietet Vereinen und Verbänden in ganz Europa eine einfache Ressource, um Bewusstsein und tägliche Bildungsarbeit zu unterstützen.

Die nächste Phase steht bereits bevor. Die Arbeit am Massive Open Online Course des Projekts wird fortgesetzt; er soll beim Treffen in Gijón vor seiner offiziellen Einführung Ende Mai vorgestellt werden. Der Kurs richtet sich an Vereine und Fachpersonal im Bereich Kampfsport und Kampfkünste. Die Lernmaterialien konzentrieren sich auf Schutzrichtlinien und praktische Wege, Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung zu verhindern sowie darauf zu reagieren.

Dieser Bildungsschwerpunkt reicht von den kleinsten Trainingsumgebungen bis hin zu breiteren Organisationsstrukturen. Mit anderen Worten: Das Projekt fordert den Sport nicht nur dazu auf, besser zu reagieren, wenn Probleme auftreten, sondern auch Umfelder aufzubauen, in denen diese Probleme von vornherein seltener entstehen.

Gleichzeitig entwickeln die Konsortialpartner ein Zertifizierungssystem für Schutzstandards in CS&MA-Vereinen. Die Kriterien wurden bereits festgelegt, und Vereine, die die Standards erfüllen, erhalten eine offizielle Zertifizierung, die ihr Engagement für Schutzmaßnahmen und das Wohlergehen der Athletinnen und Athleten anerkennt.

Damit erhält das Projekt einen konkreten nächsten Schritt, der über reine Sensibilisierung hinausgeht. Für Vereine entsteht so eine sichtbare Möglichkeit zu zeigen, dass Schutz nicht nur eine Erklärung ist, sondern ein Standard, der praktisch umgesetzt wird.

Im Laufe des Sommers werden vier Projektpartner — die Europäische Judo-Union, die World Association of Kickboxing Organizations, KFRSM und SEA — Multiplikator-Sportveranstaltungen organisieren, um SAFE COMBAT und insbesondere das neue Zertifizierungssystem zu fördern.

Die Europäische Judo-Union bleibt als Koordinatorin im Zentrum des Projekts.

Auch ein klares Ziel ist bereits in Sicht. Die Vorbereitungen für die Abschlusskonferenz laufen, bei der die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projekts im Oktober in Portimão während der Veteranen-Europameisterschaften im Judo vorgestellt werden.

Bis dahin fördert die Europäische Judo-Union SAFE COMBAT weiterhin über große EJU-Veranstaltungen und ihr Schutznetzwerk in ganz Europa. Die Botschaft ist einfach, aber wichtig: Sicherer Sport entsteht nicht zufällig, und dieses Projekt will sicherstellen, dass Vereine über die Werkzeuge verfügen, um Athletinnen und Athleten besser zu schützen.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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