IJF hält nach IOC-Schritt an ihren Regeln für russische Athleten fest
Teilen
Die Internationale Judo-Föderation hat auf die jüngste IOC-Entscheidung zum Russischen Olympischen Komitee und zu russischen Athleten im internationalen Sport reagiert. Im Judo lautet die Kernbotschaft: Kontinuität. Die IJF erklärt, dass ihr derzeitiger Rahmen für startberechtigte russische Athleten bestehen bleibt.
Nach Angaben des Verbandes hat er die vorläufige Aufhebung der Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees durch das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees zur Kenntnis genommen, ebenso wie die Rücknahme früherer IOC-Empfehlungen an internationale Verbände zur Teilnahme russischer Athleten.
Die IJF machte deutlich, dass dies im Judo keinen neuen Ansatz auslöst. Sie erklärt, dass sie bereits über eine eigene Struktur zur Steuerung der Teilnahme startberechtigter russischer Athleten an internationalen Wettkämpfen verfügt und dass dieser Rahmen am 27. November 2025 vom IJF-Exekutivkomitee genehmigt wurde.
Dieser Rahmen basiert nach Darstellung des Verbandes auf sportlicher Integrität, fairem Wettbewerb und dem Respekt vor den Grundprinzipien der olympischen Bewegung. Die Erklärung unterstreicht ein Gleichgewicht, das in dieser Diskussion zentral bleibt: die Glaubwürdigkeit des Wettkampfs zu schützen und zugleich startberechtigten Athleten eine faire Teilnahme zu ermöglichen.
Die IJF schloss sich außerdem der breiteren IOC-Position an, dass Athleten nicht allein aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden sollten. Gleichzeitig betonte sie, dass die Teilnahme am internationalen Sport mit den Werten des Olympismus im Einklang bleiben muss.
Die Botschaft der IJF ist klar: kein plötzlicher Neustart für das Judo.
Ein weiterer wichtiger Punkt in der Erklärung des Verbandes ist die Anti-Doping-Kontrolle. Das IOC hob hervor, dass für russische Athleten bei einer Rückkehr in den internationalen Wettbewerb robuste Anti-Doping-Anforderungen nötig sind, und die IJF erklärt, dass sie ihre enge Zusammenarbeit mit der International Testing Agency und der Welt-Anti-Doping-Agentur fortsetzen wird.
Dieser Teil der Mitteilung ist wichtig. In einem Sport, in dem Glaubwürdigkeit, Disziplin und Respekt zur Identität jedes Wettkampfs gehören, sind Sauberkeit im Sport und klare Standards kein Nebenthema. Der Verweis der IJF auf die fortlaufende Zusammenarbeit mit ITA und WADA signalisiert, dass jede Rückkehr in den Wettbewerb von einer starken Kontrolle begleitet werden muss.
Der Verband bekräftigte zum Schluss außerdem eine weiter gefasste Vision für das Judo. Über Startberechtigungsregeln und Governance-Entscheidungen hinaus erklärt die IJF, dass sie sich weiterhin dafür einsetzt, Judo als Sport des gegenseitigen Respekts, der Freundschaft und des Friedens zu fördern und zugleich einen fairen und sicheren Wettbewerb für alle Athleten zu gewährleisten.
Für Athleten, Trainer und Fans ist das weniger eine dramatische politische Wende als vielmehr eine Bestätigung des bestehenden Kurses im Judo. Die IOC-Entscheidung mag die breitere olympische Debatte verändert haben, doch nach Auffassung der IJF ist ihr eigener Wettbewerbsrahmen bereits festgelegt und wird den Sport weiterhin leiten.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation