Why Judo Research Matters More Than Ever in the New IJF Journal Release - Image: IJF / International Judo Federation

Warum Judo-Forschung mit der neuen IJF-Journal-Ausgabe wichtiger ist denn je

Die Internationale Judo-Föderation hat Band 6, Nummer 1 von The Arts and Sciences of Judo veröffentlicht, einen weiteren wichtigen Schritt für die Forschung im Judo. Unter der Leitung von Professor Sanda Čorak verbindet das interdisziplinäre Journal weiterhin Wissenschaft, Bildung und die Grundwerte, die den Sport über die Tatami hinaus prägen.

Diese Veröffentlichung ist Teil der umfassenderen Mission der IJF Academy, Bildung, lebenslanges Lernen und Wissensaustausch in der globalen Judo-Gemeinschaft zu fördern. Das ist wichtig, weil das Journal nicht nur für Akademiker gedacht ist. Es soll auch Trainern, Lehrkräften, medizinischen Fachkräften, Historikern und Praktizierenden Zugang zu Ideen geben, die beeinflussen können, wie Judo gelehrt, erforscht und verstanden wird.

Im Zentrum des Journals steht die langjährige Vision von Jigoro Kano Shihan. Von Anfang an sollte Judo nie nur als Sammlung von Techniken oder als Wettkampfsystem verstanden werden. Kanos Idee war umfassender: Judo als Methode der körperlichen, geistigen und moralischen Entwicklung, mit einer Rolle für die Gesellschaft insgesamt.

Diese Philosophie prägt auch die neueste Ausgabe. Der Eröffnungsbeitrag befasst sich mit einer starken Frage, die mit dem Bildungsauftrag des Judo verbunden ist: Können die Prinzipien von Jigoro Kano helfen, gewaltsame Konflikte zu verhindern? Die Studie bringt Philosophie, Psychologie, Neurowissenschaften und Friedensforschung zusammen und untersucht, wie Judo die Emotionsregulation, Resilienz und das gegenseitige Verständnis fördern kann. Gleichzeitig vereinfacht sie das Thema nicht und weist darauf hin, dass solche Ergebnisse von der Qualität des Unterrichts und vom Schutz der ethischen Grundlagen des Judo abhängen.

Diese Ausgabe betrachtet Judo als Wissen, nicht nur als Wettkampf.

Der Band widmet sich außerdem intensiv der Entwicklung von Athleten und der Leistung. Die Beiträge untersuchen die Organisation von Kata-Wettbewerben in den Niederlanden und Südafrika, das Bewusstsein für Shime-waza bei Junior-Judoka, Biomarker für oxidativen Stress, ingenieurwissenschaftlich geprägte Ansätze für technische und taktische Entscheidungsfindung, Leistungstrends nach den Olympischen Spielen sowie die Geschichte des Kosen Judo.

Durch die gesamte Ausgabe zieht sich außerdem ein starker pädagogischer Faden. Zwei Beiträge konzentrieren sich auf die Rolle des Judo in der frühkindlichen Entwicklung und nutzen dabei innovative pädagogische sowie neurowissenschaftlich fundierte Ansätze. Eine weitere Studie betrachtet Judo als pädagogisches Werkzeug für Kinder mit ADHS und zeigt erneut, wie weit die Diskussion über Judo inzwischen reicht.

Auch das europäische Judo ist in den Forschungsthemen vertreten. Das Journal enthält Arbeiten zu Kata-Wettbewerben in den Niederlanden und eine Studie über Frauen in der Geschichte des französischen Judo. Damit kommen wichtige soziale und historische Perspektiven zu einem Band hinzu, der bereits Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Bildung, Technologie, Ökonomie und Management umfasst.

Ein Grund, warum das Journal heraussticht, ist seine Struktur. Einreichungen durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren durch ein internationales Expertengremium, während das Open-Access-Modell die Inhalte für die Judo-Gemeinschaft frei zugänglich macht. In einer Sportart, die oft von Praxis und Tradition lebt, verleiht diese Art zugänglicher Forschung dem Judo eine weitere Form von Stärke.

Die Ausgabe schließt mit einem Kommentar zur Anpassung von Programmen für sicheres Fallen an arabische Bevölkerungsgruppen, ein weiteres Zeichen dafür, wie weit die Reichweite des Journals inzwischen ist. Über sehr unterschiedliche Themen hinweg kehrt dieselbe Botschaft immer wieder zurück: Judo wächst weiter, wenn Praxis und Reflexion gemeinsam vorangehen.

Unter Professor Sanda Čorak und dem Redaktionsteam ist The Arts and Sciences of Judo zu einem unverzichtbaren Bezugspunkt für alle geworden, die den Sport in seiner ganzen Breite verstehen wollen. Band 6, Nummer 1 fügt einem Journal nicht nur weitere Seiten hinzu. Er verleiht auch der Zukunft des Judo selbst mehr Tiefe.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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