Jagoda Ciupek Powers Through a Wild -57 kg Draw - Image: EJU / European Judo Union

Jagoda Ciupek kämpft sich durch ein wildes -57-kg-Tableau

Jagoda Ciupek behauptete sich in der Klasse bis 57 kg, während der Judo-Wettbewerb der Kadetten für Überraschungen, Durchbrüche und am Ende doch für ein Ergebnis sorgte, mit dem viele gerechnet hatten. In einer Gewichtsklasse voller Wendungen hielt die Polin dem Druck stand und zog souverän ins Finale ein.

Die erste große Wendung brachte Zarja Mastnak aus Slowenien. Sie beendete im Viertelfinale die Titelhoffnungen der topgesetzten Elif Kilic aus der Türkei und veränderte damit den Verlauf dieser Gewichtsklasse. Kilic war mit starken Referenzen angereist, darunter Platz sieben der Weltrangliste und EM-Silber der Kadetten 2025, doch Mastnak stellte alles auf den Kopf.

Dieser Sieg blieb kein einmaliger Moment. Mastnak hielt ihr Niveau auch in der nächsten Runde hoch und besiegte Julia Siemko aus Polen, eine weitere Athletin, die im Laufe des Tages viel Momentum aufgebaut hatte. Siemko war ungesetzt gestartet und hatte sich mit einer Reihe starker Auftritte durch Pool B gearbeitet, doch die Slowenin kontrollierte das Halbfinale und sicherte ihrem Team am zweiten Tag eine Medaille.

Zarja Mastnak veränderte mit einer einzigen Überraschung die ganze Dynamik dieser Gewichtsklasse.

Auf der anderen Seite des Tableaus zeigte Ciupek eine ganz andere Art von Leistung. Während sich anderswo die Überraschungen häuften, trat sie auf wie eine Favoritin, die keinesfalls zulassen wollte, dass ihr dieses Turnier entgleitet. Die an Nummer zwei gesetzte Kämpferin, bereits vierfache Goldmedaillengewinnerin bei Cadet European Cups, marschierte durch ihre Hälfte des Tableaus und unterstrich, warum sie als eines der spannendsten jungen Judo-Talente Europas gilt.

Ihr Halbfinale rückte noch einen neuen Namen ins Rampenlicht. Sophia Baechle aus Deutschland, ungesetzt und Nummer 66 der Weltrangliste, erreichte nach einem starken Lauf das erste internationale Halbfinale ihrer Karriere. Es war eine der besten Geschichten des Tages, und selbst in der Niederlage hinterließ sie einen klaren Eindruck. Ciupek aber war in dieser Phase zu stark und beendete den Lauf der Deutschen, bevor er bis ins Finale führen konnte.

Ciupek blieb ruhig, während sich der Rest des Tableaus ständig veränderte.

So fesselnd machte diese Geschichte in der Klasse bis 57 kg der Kontrast zwischen Chaos und Kontrolle. Mastnak sorgte mit ihrer Überraschung für ein Beben in der Gewichtsklasse und bestätigte das anschließend mit einem weiteren großen Sieg. Siemko und Baechle, beide ungesetzt, machten mit ihren tiefen Läufen deutlich, wie offen und umkämpft dieses Niveau sein kann.

Als die Finalplätze vergeben waren, hatte Ciupek dennoch genau das getan, was man von einer Topanwärterin erwartet. Sie hielt dem Druck stand, blendete das Chaos aus und gewann weiter. In einem Tableau voller Überraschungen war das vielleicht die beeindruckendste Aussage von allen.

Quelle: EJU.net

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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