Jonathan Yang Turns Long-Distance Grind into Gold at Paks - Image: EJU / European Judo Union

Jonathan Yang macht aus der Langstrecken-Härte Gold in Paks

Jonathan Yang lieferte am ersten Wettkampftag beim Junior European Cup 2026 in Paks eine der klarsten Geschichten des Turniers. In einem Judo-Wettbewerb mit starker Junioren-Konkurrenz kämpfte sich der Amerikaner durch eine anspruchsvolle Phase aus Reisen und Wettkämpfen und holte Gold in der Männerklasse bis 60 kg.

Beim Turnier in Ungarn gingen 409 Judoka aus 36 Nationen an den Start, und nicht nur die Ergebnisse standen im Mittelpunkt. Neben den Kämpfen um die Medaillen zeigte Paks auch, welches Maß an Einsatz von Athleten verlangt wird, die von weit außerhalb Europas anreisen. Delegationen aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien legten zwischen 8.000 und 14.000 Kilometern zurück, um sich auf diesem Niveau zu testen.

Eine solche Reise ist nicht einfach. Sie bedeutet sorgfältige Planung, hohe Kosten und lange Zeit fern der Heimat, und das alles für nur wenige Chancen, gegen einige der stärksten Junioren-Judoka im Circuit anzutreten. Für viele dieser Athleten ist jeder European Cup Teil eines größeren Weges zu den Junioren-Weltmeisterschaften und später in den Seniorenbereich.

Yang ragte heraus, indem er die Klasse bis 60 kg ganz oben abschloss und im Finale Frankreichs Amza Chatti besiegte. Das Ergebnis setzte einen starken Lauf des Amerikaners fort, der bereits in der Vorwoche einen Junior European Cup in Prag gewonnen hatte.

Paks wurde damit zum nächsten großen Schritt in Jonathan Yangs aufstrebender Junioren-Saison.

Noch eindrucksvoller wurde die Leistung durch die Art seiner Anreise. Statt nach seinem vorherigen Sieg nach Hause zu fliegen, blieb Yang in Europa, ging direkt in ein dreitägiges Trainingslager und reiste dann mit dem Reisebus nach Ungarn. Es war eine harte Abfolge, doch aus seiner Sicht half sie ihm, sich auf Paks vorzubereiten.

Nach dem Verlassen des Podests sagte Yang, er sei müde, aber glücklich. Auf die Frage, welcher Kampf ihm am stärksten in Erinnerung bleiben werde, verwies er sofort auf das Finale, ein Zeichen dafür, wie viel ihm dieser letzte Kampf nach einer so intensiven Woche bedeutete.

Auch im Ergebnis der Klasse bis 60 kg gab es eine europäische Note: Frankreichs Amza Chatti erreichte das Finale und gewann Silber. In einem Wettbewerb, in dem Athleten von außerhalb Europas schon allein durch ihre Anreise Präsenz gezeigt hatten, führte dieses Finale zwei unterschiedliche Wege auf derselben Tatami zusammen.

Das Finale wog nach einer Woche voller Wettkämpfe und Reisen besonders schwer.

Für Yang ist der nächste Schritt eine kurze Pause. Er sagte, er wolle nach Hause zurückkehren, entspannen und sich erholen, bevor er im August für weitere Turniere zurückkommt. Nach einem solchen Zeitplan ist selbst eine kurze Auszeit verdient.

Paks zeigte am ersten Tag mehr als nur Stärke in der Medaillenwertung. Es zeigte auch, was junge Judoka für ihren Fortschritt zu geben bereit sind, und Yangs Gold war eines der deutlichsten Beispiele dafür, wie sich dieser Einsatz auszahlen kann.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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