A Full-Circle Return in Spain for Judo Nomad Julien Brulard - Image: IJF / International Judo Federation

Eine Rückkehr schließt den Kreis: Judo Nomad Julien Brulard in Spanien

Julien Brulards Judo-Nomad-Reise hat inzwischen mehr als 60 Länder erreicht, doch sein jüngster Halt in Spanien hatte ein anderes Gewicht. Der belgische Judoka kehrte an einen Ort zurück, der in seiner eigenen Geschichte dazu beigetragen hat, eine nach COVID entstandene Idee in ein echtes Leben auf Reisen durch den Judo zu verwandeln.

Seit mehr als vier Jahren reist Brulard von Dojo zu Dojo, nimmt an Trainingseinheiten teil, begegnet lokalen Gemeinschaften und verbindet Vereine über Kontinente hinweg. Was im August 2021 in Belgien begann, ist zu einem langfristigen Projekt geworden, das auf einem einfachen Glauben beruht: Judo kann Menschen über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg zusammenbringen.

Spanien war nicht der offizielle Beginn des Projekts, aber dort wurde der Plan konkret. Während der Pandemie, als die Grenzen noch geschlossen waren und der Sport fast überall verlangsamt war, befand sich Brulard in Madrid. Er trainierte weiter in Mostoles mit Javi Delgado und seinem Team, während er auf den richtigen Moment wartete, um das Abenteuer zu starten, das er bereits im Kopf hatte.

Mehr als 61 Länder später dorthin zurückzukehren, war seiner eigenen Schilderung nach zutiefst emotional. Und die Reise wurde schnell zu einer Erinnerung daran, worum es beim Projekt Judo Nomad wirklich geht.

Sein erster Halt war Castellón, wo Koi Judo und Peres Team ihn zu zwei Trainingseinheiten empfingen und sowohl mit Wettkampfathletinnen und -athleten als auch mit kleinen Kindern arbeiteten. Der Besuch brachte auch einen wichtigen Schritt für das Projekt, denn Koi Judo schloss sich Judo Nomad offiziell als Mitgliedsverein an.

Spanien war nicht der Anfang, aber es wurde zum Wendepunkt.

Von dort reiste Brulard mit Hilfe von Felipe Sanchez, der ihn mit Vereinen im ganzen Land in Kontakt brachte, weiter nach Norden nach Santander. Eine gemeinsame Einheit vereinte Judo Club Suances, Judo Astillero, Judo Club Muñiz und Judo Samperio und schuf ein gemeinsames Training auf der Tatami. Diese kollektive Initiative war ein starkes Beispiel für den lokalen Judo-Geist.

Die nächste Etappe führte ihn nach Gijón in Asturien, wo er Judo Asalia Beya während der Feierlichkeiten zum 30-jährigen Vereinsjubiläum besuchte. An einem Tag fanden zwei Einheiten statt, zuerst mit jüngeren Judoka und danach mit erwachsenen Wettkämpferinnen und Wettkämpfern. Brulard reiste mit Geschenken ab, doch am wichtigsten war für ihn ganz offensichtlich der Empfang selbst.

Danach führte die Reise hinaus in den Atlantik, zunächst nach Las Palmas auf den Kanarischen Inseln. Im Club Judo Lila leiteten Alfonso und sein Team Einheiten mit Kindern und Erwachsenen. Brulard traf dort auch Joyce, eine englische Judoka, deren eigene Jahre des Reisens und Trainings rund um die Welt sofort eine Verbindung zum Geist des Projekts entstehen ließen.

Der letzte spanische Halt war Teneriffa, wo Giovanni und Judo Halcon Tenerife nicht nur ihr Dojo, sondern auch ihr Zuhause öffneten. Diese Art von Großzügigkeit, die sich von Stadt zu Stadt wiederholte, scheint diese Etappe der Reise ebenso zu prägen wie jede einzelne Trainingseinheit.

Mehr als um Länderzahlen ging es auf dieser Reise um Menschen.

Von Castellón bis Teneriffa, über Santander, Gijón und Las Palmas, wirkte Brulards Rückkehr nach Spanien weniger wie ein Tourstopp als vielmehr wie ein persönlicher Zwischenpunkt. Er erklärte auch, dass gesundheitliche und finanzielle Schwierigkeiten ihn dazu zwangen, etwas früher als geplant abzureisen, was den Abschied noch schwerer machte.

Trotzdem ist die Botschaft dieses Kapitels klar. Judo Nomad geht wegen der Menschen weiter, die das Projekt tragen: die Trainer, die Anrufe machen, die Vereine, die ihre Türen öffnen, die Freunde, die Unterstützung anbieten, und die Follower, die aus der Ferne helfen.

Als Nächstes folgt Portugal.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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