Late yuko and ko-soto-gake decide -60 kg gold in Astana - Image: IJF / International Judo Federation

Spätes Yuko und Ko-soto-gake entscheiden Gold in der Klasse bis 60 kg in Astana

Das Finale der Klasse bis 60 kg beim Qazaqstan Barysy Grand Slam 2026 schien auf eine große Feier des Heimpublikums hinauszulaufen, doch Sukhbat Byambasuren aus der Mongolei hatte andere Pläne.

Vor Kasachstans Talgat Orynbassar und einer lautstarken lokalen Kulisse setzte sich Byambasuren in einem schnellen, kompromisslos geführten Finale durch und holte Gold. Es war ein Kampf voller Energie auf beiden Seiten. Orynbassar trug am ersten Wettkampftag die Hoffnungen des Gastgeberlandes und griff vom ersten Austausch an selbstbewusst an.

Präsident Kassym-Jomart Tokayev war zum Finalblock in der Arena, was dem Moment zusätzliches Gewicht verlieh. Orynbassar ging mit diesem Druck beeindruckend um, zeigte dynamisches Judo und gab dem Publikum allen Grund zu glauben, dass die Hymne erklingen könnte.

Doch Byambasuren hielt dagegen und erwiderte Angriff um Angriff. Keiner der beiden Athleten kam zunächst zu einer Wertung, und als die letzte Minute näher rückte, war der Kampf weiterhin ausgeglichen. Dann kam der entscheidende Umschwung: Byambasuren schuf sich den nötigen Raum und erzielte ein Yuko.

Eine einzige Öffnung reichte, um das gesamte Finale zu verändern.

Als die Zeit knapp wurde, blieb Orynbassar kaum eine andere Wahl, als die Aktion zu erzwingen. Auf der Suche nach dem Weg zurück in den Kampf ging er in eine 50/50-Situation mit vollem Kontakt, doch Byambasuren war bereit. Der Mongole erkannte den Moment, setzte Ko-soto-gake an und vollendete mit Ippon, womit der Traum vom perfekten Ende für die heimischen Fans verstummte.

Es war ein dramatischer Abschluss eines Finals, das sich vom ersten Austausch an lebendig angefühlt hatte. Kasachstan hatte zwar einen Finalisten zu feiern, doch der oberste Platz auf dem Podium gehörte der Mongolei.

Danach sagte Byambasuren, dass ihm der Sieg in Astana viel bedeute, besonders mit Ulaanbaatar als einem seiner größten Ereignisse des Jahres vor sich. Er verwies auch auf die Arbeit im Training als Quelle seines Selbstvertrauens und sagte, dass er trotz der starken Unterstützung für die kasachische Seite seinem eigenen Judo vertraut habe.

Die erste Bronzemedaille wurde ohne Kampf entschieden. Magzhan Shamshadin aus Kasachstan konnte wegen einer Verletzung nicht antreten, sodass Sherzod Davlatov nach vorn trat, sich respektvoll verbeugte und die Medaille entgegennahm.

Auch aus europäischer Sicht war der zweite Bronzekampf von Interesse, in dem Frankreichs Enzo Jean auf Yung-Wei Yang aus Chinesisch-Taipeh traf. Jean begann entschlossen und sorgte schon im ersten Austausch für Gefahr, doch nachdem eine Überprüfung durch die Kampfrichteraufsicht bestätigt hatte, dass es keine Wertung gab, kippte das Momentum.

Yang fand immer besser in den Kampf, verband seine Techniken und übernahm die Kontrolle über den Raum. Schließlich erzielte er mit Sumi-gaeshi nach Vorbereitung mit Ko-uchi-gari ein Waza-ari, und das erwies sich als entscheidend. Jean blieb damit als Fünfter knapp außerhalb der Medaillen.

Die Endplatzierungen in der Klasse bis 60 kg führte Byambasuren auf Rang eins an, vor Orynbassar auf Rang zwei sowie den Bronzemedaillengewinnern Davlatov und Yang. Auch Andrea Carlino aus Italien erschien in der Endwertung und belegte Rang sieben.

Astana drängte auf einen Heimsieg, doch Byambasuren blieb standhaft, als es am meisten darauf ankam.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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