Riga startet Veteranen-Europatour mit starkem Heimauftritt
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Die Veteranen European Tour 2026 ist in Riga mit einem kompakten, aber intensiven Wettkampftag gestartet. Judoka aus 16 Nationen reisten in die lettische Hauptstadt und sorgten für eine Mischung aus ehrgeizigen Kämpfen und entspannter Stimmung auf und neben der Matte. Trotz eines kleineren Teilnehmerfeldes als in manchen Vorjahren war das Niveau hoch, sowohl technisch als auch taktisch.
Veteranen zeigen in Riga, dass Leidenschaft für Judo kein Ablaufdatum kennt.
Auffällig war vor allem der respektvolle Umgang unter den Athleten. Nach harten Duellen gab es Handschläge, Umarmungen und ehrliche Anerkennung füreinander. Die Veteranen zeigten, dass man gleichzeitig um jeden Griff kämpfen und trotzdem echte Kameradschaft leben kann.
Sportlich setzten vor allem die Gastgeber ein klares Ausrufezeichen. Das lettische Team dominierte den Medaillenspiegel und nutzte den Heimvorteil konsequent aus. Gold holten Martins Plesums (M2 -73kg), Andrejs Buivids (M5 -81kg), Andris Palamarčuks (M5 +100kg), Adzir Mamedau (M7 -81kg) und Aleksandrs Zubcenko (M8 -66kg). Dazu kamen zehn Silber- und eine Bronzemedaille, ein deutliches Zeichen für die Breite im Veteranenprogramm Lettlands.
Auch andere europäische Nationen mischten vorne mit. Ukraine belegte in der Gesamtwertung Rang zwei und sammelte fünf Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Belgien sicherte sich mit drei Titeln Platz drei im Ranking. Insgesamt nahmen 16 Nationen teil, 15 davon reisten mit mindestens einer Medaille im Gepäck ab, was für ein ausgeglichenes Feld sorgte.
Riga bestätigte einmal mehr seinen Ruf als zuverlässiger und gastfreundlicher Austragungsort für internationales Judo. Die Organisation lief reibungslos, die Atmosphäre in der Halle war familiär und gleichzeitig voller Energie. Für die lettische Hauptstadt war dies erst der Auftakt in ein judo-reiches Jahr, das noch viele Turniere und spannende Geschichten bereithält.
Quelle: JudoInside