Lausanne Set to Open a New Chapter on the World Judo Tour - Image: IJF / International Judo Federation

Lausanne schlägt ein neues Kapitel auf der World Judo Tour auf

Der Lausanne Judo Grand Slam 2026 rückt näher, und die Veranstaltung sticht im Judo schon jetzt aus mehr als einem Grund hervor. Vom 28. bis 30. August 2026 wird Lausanne zum ersten Mal einen Grand Slam der World Judo Tour ausrichten und damit die Vaudoise Arena auf eine große internationale Bühne heben.

Allein das macht dieses Ereignis zu einem wichtigen Moment für das Schweizer Judo, doch die Veranstaltung soll auch in anderer Hinsicht Neuland betreten. Laut der IJF wird es das erste Mal in der Geschichte der Grand Slams sein, dass Elite-Judo- und Para-Judo-Wettbewerbe gemeinsam, unter denselben Bedingungen und auf derselben Plattform organisiert werden. Das ist ein starkes Zeichen für Inklusion, Gleichheit und gegenseitigen Respekt, Werte, die im Judo seit jeher zentral sind.

Auch das Ausmaß des Wettbewerbs ist bemerkenswert. In Lausanne werden rund 600 Elite-Athletinnen und -Athleten sowie 300 Para-Athletinnen und -Athleten aus mehr als 50 Nationen erwartet, dazu über die drei Wettkampftage verteilt knapp 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Für eine Stadt, die bereits als olympische Hauptstadt bekannt ist, ist dies ein weiterer großer Schritt, um ihren Platz im internationalen Judo-Kalender zu festigen.

Lausanne richtet nicht einfach nur ein Turnier aus, sondern schreibt Judo-Geschichte.

Große Namen sollen der Premiere zusätzliche Aufmerksamkeit verleihen. Teddy Riner gehört zu den für den Wettbewerb angekündigten Athleten, ein Detail, das das Profil der Veranstaltung sofort schärft. Gleichzeitig haben auch die heimischen Fans ihren eigenen Grund, genau hinzuschauen: Schweizer Athletinnen und Athleten bereiten sich darauf vor, vor heimischem Publikum auf einer der größten Bühnen des Sports anzutreten.

Zu den von den Organisatoren genannten Schweizer Namen gehören April Fohouo, die U21-Weltmeisterin, sowie Binta Ndiaye und Daniel Eich. Für die lokalen Fans könnte diese Nähe zur Heimat die Atmosphäre noch besonderer machen, vor allem bei einer ersten Ausgabe, die ohnehin schon zusätzliche Bedeutung trägt.

April Fohouo unterstrich dieses Gefühl in Aussagen, die von den Organisatoren geteilt wurden. Sie sagte, sie sei stolz darauf, einen Grand Slam in der Schweiz willkommen zu heißen und vor dem Publikum in ihrer Heimatstadt zu kämpfen. Außerdem bezeichnete sie die Veranstaltung als große Chance für das Schweizer Judo. Diese Worte fangen die allgemeine Stimmung rund um Lausanne 2026 gut ein: Es geht nicht nur um Medaillen, sondern auch um Sichtbarkeit, Dynamik und eine Chance für den Sport, weiter zu wachsen.

Hinter dem Wettbewerb steht zudem ein langfristiger Plan. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Kanton Waadt, der Stadt Lausanne, dem Schweizerischen Judo- und Ju-Jitsu-Verband, der International Judo Federation und der Loterie Romande. Das erklärte Ziel ist klar: Lausanne soll sich künftig als bedeutende Gastgeberstadt für internationale Judo-Veranstaltungen etablieren.

Schweizer Athletinnen und Athleten erhalten eine seltene Chance, auf der World Judo Tour zu Hause zu kämpfen.

Zum Zeitpunkt der Ankündigung sind es noch weniger als 100 Tage bis zum Start, und die Vorfreude auf ein Turnier wächst, das Spitzensport mit einem bedeutenden neuen Format verbindet. Der Lausanne Judo Grand Slam 2026 entwickelt sich zu mehr als nur einem Debüt. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass er zu einem Meilenstein für das Schweizer Judo und für die gesamte World Judo Tour werden könnte.

Tickets sind bereits über die offizielle Veranstaltungswebsite erhältlich, und das Organisationskomitee hat zudem ein eigenes Angebot für Vereine gestartet.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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