Lima-Seminar eröffnet ein neues Kapitel in der Regelbildung im Judo
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Die Internationale Judo-Föderation veranstaltet am 17. August 2026 in Lima ein internationales Kampfrichterseminar, direkt nach dem Lima Grand Prix. Aus Sicht des Judo ist das mehr als eine routinemäßige Fortbildungsveranstaltung: Es wird das erste IJF-Kampfrichterseminar sein, das neben Kampfrichtern und Trainern auch Athleten willkommen heißt.
Das gemeinsam mit der Panamerican Judo Confederation organisierte Seminar markiert einen bemerkenswerten Schritt darin, wie der Sport über Regeln und Entscheidungen spricht. Seit Jahren arbeitet die IJF Refereeing Commission daran, das Kampfrichterwesen fair, einheitlich und transparent zu halten, mit regelmäßigen Anpassungen zum Schutz der Integrität des Wettkampfs.
Was Lima besonders macht, ist der erweiterte Kreis der Menschen, die in dieses Gespräch einbezogen werden. Während der Sitzung des IJF-Exekutivkomitees im November 2025 schlug IJF-Präsident Marius Vizer vor, internationale Kampfrichterseminare auch für Athleten zu öffnen. Die Idee war einfach, aber wichtig: Wettkämpfern ein klareres Verständnis der Kampfrichterprinzipien zu geben und ihnen einen direkten Austausch darüber zu ermöglichen, wie sich der Sport weiterentwickelt.
Dieser Vorschlag wird nun in Peru Realität. Indem Offizielle, Trainer und Athleten in denselben Raum gebracht werden, zielt die IJF auf einen offeneren Austausch über die Sport and Organisation Rules (SOR) und die neuesten Kampfrichter-Updates.
Lima wird das erste IJF-Kampfrichterseminar sein, an dem auch Athleten teilnehmen.
Das Format soll interaktiv sein und nicht nur in eine Richtung laufen. Die Teilnehmenden werden ermutigt, Fragen zu stellen, Ansichten zu teilen und gemeinsam mit Mitgliedern der IJF Refereeing Commission praktische Situationen durchzuarbeiten. Das ist in einem Sport wichtig, in dem kleine Details der Auslegung einen Kampf prägen, die Vorbereitung beeinflussen und darauf wirken können, wie Athleten und Trainer unter Druck reagieren.
Kampfrichter und Trainer kennen solche Bildungsformate bereits, doch die Einladung an Athleten signalisiert eine breitere Vision. Die IJF ist überzeugt, dass die Kommunikation stärker wird und der Wettkampf fairer, wenn mehr Menschen die Regeln auf dieselbe Weise verstehen. Das ist ein einfacher Gedanke, aber einer mit echtem Wert für alle, die im Judo beteiligt sind.
Der Tag in Lima wird in zwei zusammenhängende Einheiten gegliedert. Der Vormittagsblock ist von 09:00 bis 12:00 Uhr angesetzt, die Nachmittagseinheit läuft von 15:00 bis 18:00 Uhr. Den Teilnehmenden wird empfohlen, beide Teile zu besuchen, um das vollständige Programm wie vorgesehen zu verfolgen.
Die Anmeldung ist verpflichtend und muss bis zum 10. August 2026 über Judobase abgeschlossen werden. Diese Vorgabe unterstreicht, dass es sich um ein strukturiertes internationales Seminar handelt und nicht nur um ein informelles Treffen nach der Veranstaltung.
In einem Sport, der auf Respekt, Präzision und ständigem Lernen aufbaut, wirkt dieser Schritt bedeutsam. Lima wird das Kampfrichterwesen nicht über Nacht verändern, aber es schafft eine engere Verbindung zwischen den Menschen, die leiten, den Menschen, die lehren, und den Athleten, die auf die Tatami treten.
Ein gemeinsames Verständnis der Regeln könnte einen stärkeren Dialog im Judo ermöglichen.
Für die IJF ist dies ein weiterer Schritt, um Offenheit und Einheitlichkeit im Kampfrichterwesen zu stärken. Für Athleten könnte es eine seltene Gelegenheit sein, die Entscheidungen, die ihre Kämpfe prägen, aus nächster Nähe besser zu verstehen.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation