Melbourne als Bühne: Australiens Judo-Team setzt ein Ausrufezeichen bei den Ozeanien-Meisterschaften
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Melbourne bekam am Wochenende wieder großes Kontinentaljudo zu sehen – und für die Region fühlte sich die Rückkehr „nach Hause“ wie ein kleiner Neustart an. Mit 71 Teilnehmenden war das Feld überschaubar, lag aber leicht über dem üblichen Niveau dieser Meisterschaften. Sportlich ließ Australien trotzdem keine Zweifel aufkommen: 13 Goldmedaillen und ein klarer Platz eins im Medaillenspiegel.
Schon früh war die Richtung klar. Im Männer-U60kg-Finale setzte sich Pedro Carlos Antun Neto gegen Lukas Chene aus Französisch-Polynesien durch, während Neuseeland und Neukaledonien über die Bronzeplätze mitmischten. Auch in den folgenden Klassen blieb Australien in vielen Finals die letzte Hürde.
Bei den Frauen gab es in U48kg Gold für Abbey Cook ohne Gegenkampf. In U52kg holte Tinka Easton ihren zweiten Kontinentaltitel und bezwang Ria Kney aus Neuseeland im Finale – ein weiterer Beleg dafür, wie konstant sie auf diesem Niveau punktet.
Mehrmals kam es zu rein australischen Endkämpfen: Vas Middleton gewann U66kg gegen Timeo Tournier, Lisa Caravello setzte sich in U57kg gegen Oren Kelly durch. In den schweren Kategorien blieb das Muster ähnlich: Danny Vojnikovich (U90kg) schlug Noah Walliss aus Neuseeland, und in U100kg entschied Axel Nightingale ein rein australisches Finale gegen Jack Rigby.
Ein Name stach besonders heraus: Aoife Coughlan sicherte sich in U70kg ihren vierten Ozeanien-Titel, im Finale gegen Moira de Villiers aus Neuseeland. Dazu kamen weitere australische Siege, etwa durch Maria Swan (U78kg) und Kayhan Ozcicek-Takagi im Schwergewicht.
13 Titel im eigenen Land – Australien machte Melbourne zur Gold-Show.
Am Ende standen Australien vor Neuseeland und Französisch-Polynesien an der Spitze. Das Niveau blieb insgesamt eher moderat, doch genau solche Turniere geben vielen Judoka aus dem Pazifik wichtige internationale Wettkampfpraxis – und der Region neuen Schwung.
Quelle: JudoInside