Zwischen Matte und Familie: Moira Koster De Villiers lebt den langen Atem

Moira Koster De Villiers steht für eine Karriere, die nicht von einem einzigen Moment lebt, sondern von Konstanz. Die Neuseeländerin feiert ihren 36. Geburtstag und bleibt dabei eine der erfahrensten Athletinnen Ozeaniens. Zwei Olympische Spiele und fünf WM-Starts zeigen, wie lange sie schon auf höchstem Niveau mithält.

Geboren in Johannesburg begann sie schon mit fünf Jahren mit Judo. Sie beschreibt sich selbst als „tomboy“ und kam zum Sport, weil die Jungs in ihrer Umgebung ebenfalls auf der Matte standen. Aus dieser kindlichen Neugier wurde eine internationale Laufbahn, die sich über fast zwei Jahrzehnte zieht.

Ihr erster großer Auftritt kam 2006 bei den Ozeanienmeisterschaften in Papeete – und endete direkt mit Gold. Es folgten zahlreiche Medaillen in der Region, darunter zehn Kontinentaltitel von der Juniorinnen- bis zur Seniorinnenklasse. Damit wurde sie zu einer der zuverlässigsten Medaillensammlerinnen in Ozeanien.

Auch außerhalb des Kontinents blieb sie präsent: Zwischen 2010 und 2023 trat sie bei fünf Weltmeisterschaften an. Bei den Olympischen Spielen startete sie 2012 in London und 2024 in Paris, ein weiterer Beleg für ihre Langlebigkeit.

Zwei Olympiateilnahmen in zwölf Jahren: Das ist echte Ausdauer.

Besonders emotional bleibt für sie Glasgow 2014: Nach ihrer eigenen Silbermedaille sah sie, wie ihr Mann Jason Koster ebenfalls auf dem Podium landete. Heute ist er nicht nur Partner, sondern auch ihr Coach und begleitet ihr tägliches Training in Christchurch.

Zu ihren internationalen Ergebnissen zählen sechzehn Podestplätze bei World-Cup-Turnieren, mit einem Sieg beim 2025 Asian Open in Taipei. 2025 holte sie außerdem Gold beim Oceania Open in Tahiti sowie Bronze beim Oceania Open an der Gold Coast. Abseits des Wettkampfs gilt „Moi“ als bodenständig, spielt gern Brettspiele und verbringt Zeit mit ihren Kindern Sam und Norah – und bleibt ihrer Linie treu: „Do simple better.“

Quelle: JudoInside

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