Murao Seals Ulaanbaatar -90 kg with Fast Final Finish - Image: IJF / International Judo Federation

Murao sichert sich in Ulaanbaatar Gold bis 90 kg mit schnellem Finalsieg

Sanshiro Murao war in Ulaanbaatar die klare Referenz in der Gewichtsklasse bis 90 kg, und der japanische Weltmeister lieferte im Judo erneut ab. Am Ende des Tages hatte er seiner wachsenden Liste großer Erfolge eine neunte Grand-Slam-Goldmedaille hinzugefügt.

Murao kam mit enormem Schwung nach Ulaanbaatar. Bereits Olympia-Silbermedaillengewinner von Paris 2024 und mehrfacher Grand-Slam-Sieger, ging er mit einer Kontrolle durch das Tableau, die jede Runde zielgerichtet wirken ließ, auch wenn es nicht seine spektakulärste Version war.

Er eröffnete mit O-soto-gari gegen Kenny Komi Bedel aus Italien und zeigte sofort die Schärfe, die ihn zu einem der herausragenden Namen dieser Kategorie gemacht hat. Danach forderte ihn der Österreicher Thomas Scharfetter, doch Murao setzte sich dennoch mit zwei Yuko durch.

Der japanische Star legte weiter nach. Ein Waza-ari und zwei weitere Yuko gegen Boris Rutovic aus Serbien brachten ihn ins Halbfinale, wo er Adam Kopecky aus Tschechien besiegte und ins Goldfinale einzog.

Murao brauchte im Finale kein Drama; er brauchte Präzision.

Auf der anderen Seite des Tableaus sorgte Maxime-Gaël Ngayap Hambou für eine weitere starke französische Vorstellung. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner von Paris 2024, der zu Beginn dieser Saison auch EM-Bronze gewonnen hatte, nahm dieses Selbstvertrauen mit nach Ulaanbaatar und erreichte das Halbfinale, bevor er gegen Jonghoon Kim aus Korea verlor.

Dieser Lauf war wichtig. Auch ohne den Finaleinzug blieb Ngayap Hambou bis tief in den Tag hinein im Rennen und gehörte zu den auffälligsten europäischen Athleten der Kategorie.

Das Finale zwischen Murao und Kim sah auf dem Papier vielversprechend aus, doch Murao nahm der Begegnung schnell jede Spannung. Er übernahm früh die Kontrolle, erzielte mit O-soto-gari nach einem plötzlichen Richtungswechsel das erste Waza-ari und ließ unmittelbar einen Haltegriff zum Ippon folgen.

Es war ein sauberes, klares Ende und genau die Art von Abschluss, die seine Autorität in dieser Gewichtsklasse unterstrich. Der Sieg brachte ihm seine neunte Grand-Slam-Goldmedaille.

Danach sagte Murao, der Sieg habe ihm ebenso Erleichterung wie Zufriedenheit gebracht. Er machte deutlich, dass sein Blick bereits auf die Weltmeisterschaften im Oktober in Baku gerichtet ist, wo er Gold will und wo er hofft, seinen größten Rivalen Lasha Bekauri endlich zu besiegen.

Er sprach auch warm über den Sieg in der Mongolei und sagte, dass die Verbindung, die er über Sumo und mongolische Athleten spürt, die in Japan antreten, den Moment für ihn besonders bedeutungsvoll gemacht habe.

Die Bronzekämpfe gaben dem Tag zudem eine starke europäische Note. Serbiens Boris Rutovic besiegte Ngayap Hambou mit einem gut getimten Sumi-gaeshi für Waza-ari und setzte spät noch einen Yuko nach, um sich seine zweite Grand-Slam-Medaille zu sichern.

Rutovic machte aus einer einzigen Öffnung einen Platz auf dem Podium.

Im anderen Bronzekampf bezwang Murad Fatiyev aus Aserbaidschan Adam Kopecky nach einem punktlosen Beginn, erzielte zunächst mit Tai-otoshi eine Wertung und anschließend mit einer Kontertechnik die entscheidende Wertung zum Medaillengewinn.

Das endgültige Podium in Ulaanbaatar zeigte Murao ganz oben, Kim mit Silber sowie Bronze für Rutovic und Fatiyev. Aus europäischer Sicht gaben Rutovics Medaille und die tiefen Läufe von Ngayap Hambou und Kopecky der Kategorie zusätzliches Gewicht, doch der Tag gehörte dennoch Murao und seiner gnadenlosen Effizienz.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

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