Nikola Radanovs explosives Finale stellt die -66-kg-Klasse auf den Kopf
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Nikola Radanov sorgte bei den Kadetten-Europameisterschaften im Judo für die Durchbruchsgeschichte der -66-kg-Klasse. In einer Gewichtsklasse mit 40 Judoka machte der Serbe aus einer schwierigen Auslosung einen Titelgewinn und krönte seinen Lauf mit einem dramatischen Finale gegen den topgesetzten Tom Simkhaev aus Israel.
Von Beginn an wirkte diese Kategorie völlig offen, zugleich aber extrem anspruchsvoll. Wer das Podium erreichen wollte, musste mehrere Kämpfe auf höchstem Niveau überstehen, und Simkhaev schien genau das zu tun, was man von einer Nummer eins der Welt erwartet. Der Israeli marschierte mit Nachdruck durch Pool A, besiegte Nathan Gbingbehi aus Frankreich, Yacine Gabayev aus Belgien und Dawid Wisniewski aus Polen und sicherte sich damit seinen Platz im Halbfinale.
Dort setzte Simkhaev seine starke Form fort und bezwang Ilkin Garayev aus Aserbaidschan. Auf der anderen Seite des Tableaus kam auch der an Nummer zwei gesetzte Itamar Cohen, ebenfalls aus Israel, wie erwartet weiter und schien auf dem Weg in ein rein israelisches Finale. Dieser Plan hielt nur bis zu seinem Aufeinandertreffen mit Radanov.
Radanov war bereits eine der Geschichten des Tages, als er den Finalblock erreichte, doch sein Halbfinalsieg über Cohen veränderte die gesamte Stimmung des Wettbewerbs. Plötzlich steuerte der Turnierfavorit nicht mehr auf das erwartete Ende zu. Stattdessen wurde das Goldfinale zu einem Duell zwischen der sichersten Wahl im Feld und dem Athleten, den inzwischen niemand mehr ignorieren konnte.
Eine einzige Überraschung veränderte das gesamte Gefühl dieser Gewichtsklasse.
Das Finale begann in hohem Tempo. Radanov kassierte früh eine Strafe, und der Druck stieg sofort. Simkhaev reagierte wie ein Topgesetzter, griff entschlossen an und erzielte innerhalb der ersten 30 Sekunden mit Uchi-mata ein Yuko zur Führung.
In diesem Moment hätte die Geschichte des Außenseiters leicht enden können. Stattdessen reagierte der Serbe mit voller Überzeugung. Nur 20 Sekunden später übernahm Radanov die Situation und brachte ein schnelles linksseitiges Ko-uchi-makikomi durch, das Simkhaev mit großer Wucht zu Boden brachte.
Die Aktion war so schnell und so plötzlich, dass Simkhaev zunächst glaubte, selbst gekontert und gepunktet zu haben. Doch nach einer formellen Überprüfung durch das Kampfgericht wurde die Wertung Radanov zugesprochen. Das war der entscheidende Moment des Finals und genau die Art von Aktion, die eine Turniererzählung augenblicklich verändert.
Radanov beantwortete den Druck mit purer Entschlossenheit.
Was das Ende so besonders machte, war nicht nur die Technik, sondern auch das Timing. Radanov hatte gerade gegen die Nummer eins der Setzliste zurückgelegen, auf der größten Bühne seines Tages, und fand dennoch das Selbstvertrauen für einen entschlossenen Angriff. Genau diese Reaktion brachte einen der klarsten Außenseitermomente des gesamten Events hervor.
Für Serbien war es ein denkwürdiges Resultat, aufgebaut auf Mut und Präzision. Für alle, die den Wettbewerb der -66-kg-Klasse verfolgten, war Radanovs Lauf eine Erinnerung daran, warum Kadetten-Judo so fesselnd sein kann: eine Öffnung, ein furchtloser Angriff, und plötzlich sieht das ganze Feld anders aus.
Quelle: EJU.net
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: EJU / European Judo Union