Ordos startet mit Überraschungsfenster: Mongolei greift direkt zweimal nach Gold
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Der erste Wettkampftag der Asienmeisterschaften in Ordos fühlte sich wie ein Türöffner an: 197 Judoka aus 19 Nationen waren da, das Niveau blieb konkurrenzfähig, aber die gewohnte Tiefe fehlte stellenweise. Vor allem das japanische Team trat spürbar zurückhaltender auf. Genau in solchen Momenten entsteht Platz für neue Gesichter und mutige Läufe – und davon gab es in den ersten Finals reichlich.
In der Frauenklasse U48 kg setzte Anudari Jamsran das erste Ausrufezeichen für die Mongolei. In einem Feld mit 15 Athletinnen holte sie sich den Titel gegen Laziza Haydarova aus Usbekistan. China war ebenfalls früh präsent: Xinran Hui und Wenna Zhuang sicherten sich die beiden Bronzen und hielten die Heimtribünen auf Temperatur.
Die Mongolei legte am ersten Tag den Ton fest.
Noch deutlicher wurde es in der U52-kg-Kategorie der Frauen. Mit 12 Starterinnen marschierte Nandin-Erdene Myagmarsuren durch den Tag und gewann das Finale gegen Sita Kadamboeva aus Usbekistan. Bronze ging an Madina Qurbonzoda (Tadschikistan) und Sachi Ochiai (Japan) – trotzdem blieb der Eindruck, dass Japans fehlende Topbesetzung das Gesamtbild gegenüber dem Vorjahr veränderte.
Bei den Männern holte Ruslan Poltoratskii für Bahrain Gold in U60 kg (18 Judoka) nach dem Finalsieg gegen Yung Wei Yang aus Chinese Taipei. Bronze gingen an Samariddin Kuchkarov (Usbekistan) und Tumenjargal Tuvshintur (Mongolei). In U66 kg (15 Teilnehmer) gab es ein tadschikisches Endspiel: Nurali Emomali setzte sich gegen Obid Dzhebov durch, während Channyeong Kim (Südkorea) und Ziyang Xue (China) das Podium komplettierten.
Unterm Strich wirkte Ordos am Auftakt wie eine Übergangsphase – und genau deshalb wie ein Moment, den Nationen wie die Mongolei konsequent nutzten.
Quelle: JudoInside