Oberans Antwort, Heydarovs neue Gewichtsklasse und ein enges europäisches Duell in Qingdao
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Der zweite Tag beim Grand Prix Qingdao 2026 bringt ein starkes Judo-Aufgebot, mit Iva Oberan, Hidayat Heydarov und mehreren weiteren Anwärtern in Kämpfen, die im olympischen Qualifikationsrennen bereits Gewicht haben. Da Punkte für die Weltrangliste auf dem Spiel stehen, steigt der Druck schnell, ebenso wie das Gefühl, dass ein einziges Resultat die Stimmung einer ganzen Saison verändern kann.
Für europäische Fans sticht die Frauenklasse bis 63 kg sofort heraus. Die Kroatin Iva Oberan reist als Nummer eins der Setzliste und als Weltranglistenfünfte an, mit starken jüngsten Ergebnissen und zugleich mit etwas zu beweisen. Sie gewann Bronze beim Grand Slam in Tiflis und bei den Europameisterschaften im April, doch ihr letzter Auftritt in Ulaanbaatar endete außerhalb der Medaillenränge.
Damit wird Qingdao zu einem wichtigen Moment und nicht nur zu einer weiteren Station im Kalender. Oberan hat das Niveau, schnell zu antworten, doch diese Auslosung bietet keinen leichten Weg zurück. Die Österreicherin Lubjana Piovesana, die sowohl in Duschanbe als auch in Ulaanbaatar Bronze holte, ist erneut mit dabei, während Kosovos Laura Fazliu die Art von Konstanz mitbringt, die sie bei jedem Turnier gefährlich macht. Polens Angelika Szymanska verleiht dem Feld mit einer langen Reihe von Medaillen auf Grand-Slam- und Grand-Prix-Niveau zusätzliche Tiefe.
Das Feld bis 63 kg könnte sich zu einer der härtesten Prüfungen des zweiten Tages entwickeln.
In der Frauenklasse bis 70 kg verdient ein weiterer kroatischer Name besondere Aufmerksamkeit. Lara Cvjetko reist nach Bronze in der Mongolei an und besitzt bereits zwei WM-Silbermedaillen, ein Nachweis ihrer Fähigkeit, bei großen Veranstaltungen im Rennen zu bleiben. Sie gehört zu den europäischen Athletinnen, die eine echte Chance haben, tief ins Turnier vorzudringen.
Gemessen wird sie an einem Feld unter der Führung von Aoife Coughlan aus Australien, die nach Silber in Ulaanbaatar anreist und eine weitere Goldmedaille auf der World Judo Tour anpeilt. Auch die Schweizerin April Lynn Fohouo ist nach ihrem Junioren-WM-Titel 2025 eine Athletin, auf die man achten sollte, und Deutschlands Miriam Butkereit wird nach dem knapp verpassten Bronzeplatz in Ulaanbaatar hoch motiviert sein.
Die Männerklasse bis 81 kg könnte die schärfste Wendung des Tages bringen. Hidayat Heydarov aus Aserbaidschan steht vor seinem Debüt in der höheren Gewichtsklasse, und allein das verändert den Charakter der Auslosung. Wenn sich das Tableau wie erwartet entwickelt, könnte Kanadas François Gauthier-Drapeau bereits im Achtelfinale auf den Olympiasieger treffen, ein Duell, das sofort zu einem der Hauptkämpfe des Tages werden würde.
Weiter unten im Tableau gibt es noch mehr europäisches Interesse. Belgiens Mathias Casse, Weltmeister und olympischer Medaillengewinner, befindet sich im selben Abschnitt wie Aserbaidschans Zelim Tckaev, wodurch schon vor den Finalrunden ein bedeutender Zusammenstoß möglich wird. Auch Finnlands Eetu Ihanamaki baut seinen Platz in dieser sehr tief besetzten Kategorie weiter aus und sollte nicht übersehen werden.
Heydarovs Wechsel in eine höhere Gewichtsklasse bringt echte Spannung in die Klasse bis 81 kg.
Andernorts bietet die Männerklasse bis 73 kg Makhmadbek Makhmadbekov aus den Vereinigten Arabischen Emiraten die Chance auf Wiedergutmachung nach einem Turnier ohne Platzierung in Ulaanbaatar, trotz seines starken Jahresstarts in Paris. Doch die klarste europäische Geschichte am zweiten Tag bleibt dieselbe: Bewährte Namen wie Oberan, Cvjetko und Casse gehen in Schlüsselkämpfe in einem Moment, in dem sich jeder Ranglistenpunkt schwerer anfühlt.
Deshalb ist Qingdao wichtig. Es geht an diesem Wochenende nicht nur um Medaillen, sondern auch um Momentum, Erholung und darum, wer ruhig bleiben kann, wenn sich der Weg nach Los Angeles zu verengen beginnt.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation