Radom setzt ein Ausrufezeichen: Europas Kata-Szene wächst Richtung Sarajevo
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Radom hat 2026 ein echtes Signal an die europäische Kata-Community gesendet: Beim European Kata Tournament stand nicht nur Präzision im Mittelpunkt, sondern auch die Größe des Teilnehmerfeldes. Über 150 Athletinnen und Athleten aus 13 Nationen füllten die Tatami in den Cadet-, Junior- und Senior-Kategorien. Damit war es die stärkste Beteiligung seit Beginn des Turniers – ein klarer Hinweis darauf, wie dynamisch sich Kata-Judo in Europa entwickelt.
Radom war die letzte große Standortbestimmung vor Sarajevo.
Als finaler europäischer Kata-Test vor den European Judo Championships Kata Sarajevo 2026 bekam der Tag zusätzliches Gewicht. In allen Disziplinen zeigte sich ein hohes, konstantes Niveau: Synchronität, technische Genauigkeit und Ruhe unter Druck entschieden über Medaillen und Platzierungen.
Für die Heimfans gab es im Cadet Katame-no-Kata Grund zum Jubeln. Das polnische Duo Michał Śmieja und Antonina Sypniewska präsentierte sich kontrolliert und selbstbewusst und holte Gold. Beide betonten anschließend ihre Zufriedenheit und den Wert der Arbeit mit ihren Coaches – inklusive Trainingseinheiten mit dem Weltmeister Tycho van der Werff, die ihnen einen wichtigen Schub gegeben hätten.
Auch Ungarn durfte feiern: In der Junior Nage-no-Kata setzten sich Tapolcsanyi Dorottya und Hudanik Peter durch. Trotz kleiner Unsicherheiten blieb das Paar stabil, und genau dieses Vertrauen in der gemeinsamen Ausführung wurde laut Hudanik zum entscheidenden Faktor.
Bei den Senioren sorgte Italien für einen besonderen Moment. Maurizio Calderini und Barbara Meconi gewannen Gold in Itsutsu-no-Kata – und das bei ihrem ersten Auftritt in dieser Disziplin. Calderini hob hervor, wie wichtig es war, ruhig und flüssig zu bleiben und jede Phase klar auszudrücken.
Neben den Medaillen zeigte Radom auch organisatorische Stärke: enge Zusammenarbeit der EJU Kata Commission mit dem Offiziellen-Team, dazu ein Seminar und Lizenzprüfungen für neue EJU Kata Judges. Für Dr Slavisa Bradic war besonders die wachsende Zahl junger Starter und deren Motivation ein Grund zur Freude – und der Blick geht nun weiter nach Sarajevo, wo am 16.–17. Mai das nächste große Kapitel wartet.
Quelle: EJU_News