Riga schließt mit globalen Siegern – Europas Teams setzen das Ausrufezeichen

Am Sonntag, dem 22. März, endete der Riga Senior European Cup 2026 in der Rīgas Nacionālā Sporta Manēža mit einem Finale, das sich wie ein kleiner Weltatlas anfühlte: Jedes Gold ging an eine andere Nation. Genau dieser Mix machte den letzten Wettkampftag so spannend – und ließ gleichzeitig Europas Breite auf der Tour erneut sichtbar werden.

Im Fokus der Frauen -48 kg stand Wiktoria Slazok (POL). Durch ein kompaktes Teilnehmerfeld kämpfte sie sich mit einem Auftaktsieg ins Finale und traf dort auf Sara Cesselli (ITA). Das Duell blieb lange offen und ging in den golden score, wo Slazok in den entscheidenden Momenten die bessere taktische Linie fand und sich den Turniersieg sicherte.

In Riga entschied oft der letzte Moment – nicht der lauteste Angriff.

Für Slazok hatte der Erfolg besonderes Gewicht: Es war bereits ihr dritter Wettkampf in Serie, und am Ende des Tages war sie nach eigenen Worten körperlich spürbar am Limit. Trotzdem überwog die Erleichterung – und die Freude über ihre zweite Medaille auf Senior-Niveau. Wie es als Nächstes weitergeht, ließ sie offen, doch die Richtung ist klar: weiter aufbauen, weiter nach vorne.

Bei den Männern -90 kg setzte Mihail Latisev (MDA) ein deutliches Zeichen. In einem Feld von 24 Athleten blieb er über den Tag hinweg kontrolliert und bezwang im Finale John Jayne (USA) souverän. Er beschrieb den Ablauf als weitgehend planmäßig, auch wenn er im ersten Kampf kurz Zeit brauchte, um in den Rhythmus zu kommen. Als nächstes richtet sich sein Blick auf Tbilisi und die Senior European Championships.

In der Gesamtwertung unterstrich Europa seine Stärke: Deutschland führte den Medaillenspiegel mit drei Gold und vier Bronze an. Dahinter folgte die Ukraine mit zwei Gold, drei Silber und weiteren Bronzemedaillen, Schweden komplettierte die Top drei. Lange durchatmen bleibt keine Option – schon in wenigen Tagen geht es in Dubrovnik weiter.

Quelle: EJU_News

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