Rutovic’s Late Counter Seals Breakthrough Gold in Astana - Image: IJF / International Judo Federation

Rutovics spätes Konter entscheidet Durchbruch zu Gold in Astana

Boris Rutovic verließ Astana mit dem größten Erfolg seiner jungen Karriere und gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 90 kg nach einem nervenaufreibenden Finale, das erst in den Schlusssekunden entschieden wurde. Der 19-jährige Serbe ging mit Schwung in diesen Wettkampftag und trug ihn bis ganz nach oben aufs Podium.

Sein Lauf hatte schon vor den Medaillenkämpfen echtes Gewicht. Auf dem Weg ins Finale besiegte Rutovic Mihail Latisev aus Moldau und Frank De Wit aus den Niederlanden und zeigte dabei denselben offenen, proaktiven Ansatz, mit dem er während des gesamten Wettbewerbs auffiel.

Das Finale kippte durch eine einzige schnelle Reaktion, als nur noch Sekunden zu gehen waren.

Der Kampf um Gold gegen Guilherme Schimidt aus Brasilien war zunächst kein flüssiges Duell. Beide Judoka hatten Mühe, ihren gewohnten Rhythmus zu finden, und ihre Angriffe wurden oft gestoppt, bevor sie sich wirklich entwickeln konnten. Einsatz war auf beiden Seiten da, doch über weite Strecken der regulären Kampfzeit gelang keinem Athleten eine Wertung.

Als die Uhr dem Ende entgegenging, war der Druck nicht mehr zu übersehen. Dann kam der entscheidende Austausch. Schimidt griff mit O-soto-gari an, doch Rutovic war bereit. Er wandelte den Versuch in einen Konter um und erzielte 18 Sekunden vor Schluss ein Yuko.

Das reichte.

Es blieb noch ein kurzer Moment auf der Uhr, doch es fiel keine weitere Wertung mehr, und Rutovics späte Aktion machte den Unterschied zwischen Silber und Gold. In einem so engen Finale veränderte dieser eine Moment aus Aufmerksamkeit und Timing alles.

Das Ergebnis bedeutete Rutovics erste Grand-Slam-Goldmedaille, und das erst bei seinem zweiten Grand-Slam-Auftritt. Es war ein Durchbruch eines Teenagers, der nicht zögerte, sich starken Gegnern zu stellen und unter Druck auf sein eigenes Judo zu vertrauen.

Nach dem Wettkampf sagte Rutovic, er sei unglaublich stolz auf den Sieg, und merkte an, dass er oft gegen ältere Gegner antrete, was ihn dazu bringe, noch mehr zu geben und sich auf seine Stärke zu verlassen. Er sagte auch, dass sich der Finalsieg in Kasachstan besonders angefühlt habe, weil das Publikum Judo wirklich versteht.

Mit 19 hat sich der Serbe klar in den Fokus gerückt.

Auch an anderer Stelle der Kategorie gab es europäische Präsenz. Frank De Wit aus den Niederlanden erreichte einen Kampf um Bronze, verlor jedoch in einem punktreichen Duell gegen Aidar Arapov aus Kasachstan. Arapov ging zunächst in Führung, De Wit glich aus, doch der Kasache übernahm mit Waza-ari aus Ko-uchi-gake erneut die Kontrolle und legte später auf Konter ein zweites Waza-ari nach.

Mihail Latisev aus Moldau sicherte sich die andere Bronzemedaille. In seinem Kampf gegen Rafael Macedo aus Brasilien setzte der Moldauer sofort ein Zeichen und erzielte bereits nach 15 Sekunden mit Seoi-otoshi ein Yuko.

Die Endplatzierungen in der Gewichtsklasse bis 90 kg in Astana sahen Rutovic an der Spitze, Schimidt auf Silberrang sowie Arapov und Latisev mit Bronze. Für Rutovic aber gehörte diese Kategorie einem furchtlosen Finish und einem unvergesslichen Schritt nach vorn.

Quelle: IJF.org

Bildquelle: IJF / International Judo Federation

Zurück zum Blog