Neuer Bildungsschub für Judo: EJU und ESSF spannen in Zagreb zusammen

In Zagreb ist am 5. März 2026 ein wichtiges Kapitel für den Schuljudo in Europa geschrieben worden. Die European Judo Union (EJU) und die European School Sport Federation (ESSF) haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, das ihre Zusammenarbeit offiziell vertieft. Damit rückt die Idee, Judo fest im Alltag europäischer Schulen zu verankern, ein großes Stück näher.

Judo soll in immer mehr europäischen Schulen zum ganz normalen Sportangebot gehören.

Bei dem Treffen standen mehrere europäische Spitzenfunktionäre gemeinsam auf der Matte – wenn auch im Konferenzraum. EJU-Präsident Dr Tóth László und ESSF-Präsident Dr Ivan Dujić führten die Gespräche an. Unterstützung kam unter anderem von Dr Sanda Čorak, Präsidentin des kroatischen Judoverbands, EJU-Präsidialberater Dr Slaviša Bradić, Gorica Bilak Moconja von der ESSF und dem Ehrenpräsidenten des kroatischen Judoverbands, Tomislav Čuljak.

Im Zentrum des Abkommens steht ein klares Ziel: Judo soll als strukturierter und leicht zugänglicher Schulsport in ganz Europa wachsen. Kinder und Jugendliche sollen nicht nur körperlich gefordert werden, sondern auch Werte wie Respekt, Mut, Disziplin und gegenseitige Hilfe erleben. Genau diese Mischung macht Judo als Bildungstool so spannend – weit über Wettkämpfe und Medaillen hinaus.

Besonders Kroatien wurde als Vorreiter hervorgehoben. Dort ist Judo seit 2013 fest im nationalen Schulwettbewerbssystem verankert und zeigt, wie gut Verbände und Schulsportorganisationen zusammenarbeiten können. Dieses kroatische Modell gilt nun als Inspiration für andere europäische Länder, die ähnliche Strukturen aufbauen möchten.

Das Memorandum schafft den Rahmen für die Einführung, Organisation und Promotion von Judo im Netzwerk der ESSF. So sollen in Zukunft noch mehr Kinder in Europa ihre ersten Schritte auf der Tatami direkt in der Schule machen. Die EJU setzt damit ihr langfristiges Projekt fort, Judo als Instrument für Bildung, Integration und Jugendentwicklung zu nutzen – nicht nur in Dojos, sondern mitten im Klassenzimmer.

Quelle: EJU_News

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