Vom Moldauer Judoka zum UAE-Macher: Victor Scvortovs zweite Karriere
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Victor Scvortovs Laufbahn ist eine dieser Geschichten, in denen sich auf dem Tatami und daneben alles verändert. In Moldau geboren, wurde er zuerst selbst zum internationalen Top-Judoka. Später verlagerte sich sein Fokus – und damit auch sein Einfluss – immer stärker auf den Aufbau von Judo in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit 38 Jahren ist er vor allem als Coach eine prägende Figur.
2013 wechselte Scvortov sportlich zur UAE und stieg in ein Projekt ein, das ein konkurrenzfähiges Nationalprogramm formen wollte. Schon kurz danach schrieb er Geschichte: 2014 holte er bei den Weltmeisterschaften in Tscheljabinsk Bronze und stand damit als erster Judoka, der die UAE repräsentierte, auf einem WM-Podium. Das war mehr als nur eine Medaille – es war ein Signal, dass dieses Team auf der Weltbühne ankommt.
Sein Durchbruchsjahr blieb nicht bei diesem einen Moment. Ebenfalls 2014 gewann er Grand Prix-Gold in Abu Dhabi und Budapest und bestätigte sich als ernstzunehmender Name im U73kg. In Europa setzte er später noch ein weiteres Ausrufezeichen: 2017 erkämpfte er Grand Prix-Silber in Den Haag.
Bis zum Karriereende blieb er präsent, mit weiteren Medaillen wie Bronze in Taschkent 2018 und einem Podestplatz bei den Asien-Pazifik-Meisterschaften 2019 in Fudschaira. Zu den späteren Highlights gehörten Grand Prix-Silber in Montreal sowie Bronze beim Grand Slam 2021 in Kasan, bevor er im selben Jahr zurücktrat.
Der Weg vom Kämpfer zum Coach hat bei Scvortov echte Folgen auf der Matte.
Nach dem Rücktritt übernahm er Verantwortung als Head Coach im UAE-Programm. Die aktuellen Erfolge zeigen, wie sehr sich das Projekt entwickelt hat: Makhmadbek Makhmadbekov wurde Weltranglisten-Erster und gewann Bronze bei der WM 2025, Dzhafar Kostoev holte 2025 Grand Slam-Gold in Paris, und Makhmadbekov triumphierte dort 2026 ebenfalls. Bei den Frauen gewann Khorloodoi Bishrelt Gold beim Abu Dhabi Grand Slam 2024.
Scvortovs Vermächtnis wächst damit weiter – heute weniger über eigene Siege, sondern über Athletinnen und Athleten, die er Richtung Weltspitze führt.
Quelle: JudoInside