Spanien und Italien setzen Ausrufezeichen beim Junior European Cup in Portimão
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362 Nachwuchsjudoka aus 23 Nationen machten Portimão am Wochenende zum Hotspot der europäischen Juniorenszene. Vor portugiesischer Küstenkulisse lieferten sich vor allem Spanien und Italien ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenpositionen – beide Teams holten am Ende vier Goldmedaillen und zeigten damit, wie breit ihre Kader aufgestellt sind.
Europas Junioren zeigen in Portimão, wohin der Weg im Judo führt.
Schon am Samstag deutete sich der Trend an. Italien startete im Männer-U60kg mit Gold durch Raffaele Sodano und Bronze durch Mattia Pellizzaro stark in das Turnier, während Frankreich mit Romain Demoniere Badie ebenfalls auf das Podium kletterte. In der Kategorie U66kg verpasste Antonio Esposito aus Italien den Titel nur knapp und holte Silber, während Moldaus Ivan Rotasniuc Bronze sicherte und Portugals Manuel Figueiredo mit seiner Bronzemedaille für den ersten Jubel beim Heimpublikum sorgte.
Auch in den mittleren Gewichtsklassen setzte Europa Akzente. Schwedens Narek Vardanian überraschte im Männer-U73kg mit Gold und verwies Italiens Lucio Tavoletta auf Rang zwei, während Andrey Ganchev aus Bulgarien Bronze gewann. Bei den Frauen U63kg kam es zu einem rein spanischen Finale zwischen Lucia Carpio Fernandez und Maria Del Rocio Arcones Montenegro, dazu Bronze für Adi Socolsky aus Israel und Marika Cavaglia für Italien.
In den höheren Frauen-Gewichten blieb Europa weiter präsent. Kroatiens Jana Cvjetko gewann U70kg gegen Nadie Jaafar aus Bulgarien, und in U78kg holte Cinzia Caponetto Gold für Italien, flankiert von einem kompletten italienischen Medaillensatz durch Lucia Magli und Aurora Mengia sowie Silber für Spaniens Patricia Centeno Teran. Im Schwergewicht +78kg siegte Mama Coulibaly Toure für Spanien, während Giulia Telesca eine weitere italienische Bronzemedaille sicherte.
Der Sonntag brachte neue Höhepunkte für die europäischen Teams. Schweden legte mit Alexander Marlov im Männer-U81kg nach, Bronze ging unter anderem an Alessandro Bruno D'Urbano aus Italien und Aleksandrs Avdejevs aus Lettland. Im U90kg-Finale musste Italiens Alex Carta nur Reem Fridman Zilberstein aus Israel den Vortritt lassen, während Bulgariens Anton Dimitrov Bronze holte.
In den schweren Männerklassen setzten sich erneut europäische Athleten durch. Spaniens Nikita Yudanov triumphierte in U100kg über Portugals Danilo Storozhuk, dazu kamen Bronze für Francesco Mazzon aus Italien und Antonio Aixel Ramirez Perez aus Spanien. Bei den +100kg feierte Italien mit Gold durch Emiliano Rossi und Bronze für Michele Corsica einen Doppelerfolg, ergänzt durch Bronze für Giorgi Laliashvili aus Spanien.
Auch die leichten Frauenklassen gehörten größtenteils Europa. Spanien dominierte U48kg mit einem reinen Landesfinale zwischen Claudia Pla Belmonte und Aiora Martin Carriches, sowie Bronze für Irene Garcia Sanchez. In U52kg krönte sich Italiens Alice Bersellini zur Siegerin, während Marta Beorlegui Oses (Spanien) Bronze holte. Frankreichs Clarisse Carillon stoppte in U57kg den iberisch-italienischen Durchmarsch mit Gold vor Italiens Alice Martellacci und Bronze für Spaniens Odalis Santiago Santana.
Am Ende bestätigte der Junior European Cup in Portimão die Stärke der europäischen Nachwuchsprogramme. Spanien und Italien standen mit je vier Titeln im Rampenlicht, Schweden sorgte mit zwei Goldmedaillen im Männerbereich für frischen Wind, und Nationen wie Portugal, Bulgarien, Frankreich, Lettland und Moldau sammelten wertvolle Podiumsplätze im dichten Teilnehmerfeld.
Quelle: JudoInside